Würselen - „Pension Hollywood“: Theaterverein Bardenberg feiert Premiere

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„Pension Hollywood“: Theaterverein Bardenberg feiert Premiere

Von: ehg
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Wer hat welche Qualitäten? Der „Urlaub“ in der Pension ist auch ein Stück Suche nach sich selbst. Foto: W. Sevenich

Würselen. Am Ende der Premiere von „Pension Hollywood“, einem Schwank in drei Akten von Erich Koch, strahlten die Zuschauer mit den Akteuren in der Mehrzweckhalle Bardenberg um die Wette. Zwei Stunden lang hatten sie sich so köstlich amüsiert, dass das eine oder andere Mal Tränen vor Lachen flossen. Was ihnen da an Typen über den Weg gelaufen war, eine schräge als die andere!

Turbulentes Spektakel

Als der Hahn krähte und die Glocken den Tag einläuteten, war die Welt noch in Ordnung. Doch beim Frühstück nimmt das turbulente Spektakel seinen Lauf. Pensionsbesitzer Hubert Laubenpieper (Robert Grabo), der seinen Rausch noch nicht ausgeschlafen hat, kann sein Glück nicht fassen. Nachdem seine ehrgeizige Ehefrau (Simone Emmerich), die ihn immer wieder bevormundet, zum wiederholten Mal ihren 29. Geburtstag gefeiert hat, tritt sie einen kleinen Wellnessurlaub an. Ihren „Senf“ dazu tun ihre Schwestern Martha (Angelika Kuntz), vom Leben und von den Männern enttäuscht, und Sofie (Myriam Rommerskirchen), schwerhörig und stets mit ihrem Stoffhasen Schnipsi unterwegs. Unterdessen trifft Max Bierfreund (Dirk Kuntz), als Indianer verkleidet, in der Pension ein. Er ist auf der Suche nach sich selbst. Er findet zwar Unterschlupf, doch ist Arbeiten nicht sein Ding.

Weitere Gäste klopfen an. So auch der Stammgast Dr. Otto Maria Honigmund (Harald Landes), ein vergeistigter Ornithologe. Den Kopf verdreht ihm vollends Lydia Spitzgras (Stefanie Thomas), Vertreterin für Damen-Unterwäsche, die sich zufällig in die Pension verirrt hat. Durch Lydia Spitzgras erfährt der Vogelfreund von der Existenz eines „Strang-Tangas“. Also macht er sich auf die Suche. Die Zuschauer biegen sich vor Lachen!

Auf der Flucht

Während die Gäste versorgt werden, treffen Bruno Breit (Wolfgang Krupp) und Tina (Dagmar Thorand) ein. Sie müssen sich vor der Polizei verstecken, weil sie gerade eine Bank ausgeraubt haben. Sie erregen Aufsehen damit, dass sie sich als Filmleute aus Hollywood ausgeben. Sie sind auf der Suche nach einer Kulisse und guten Schauspielern. Plötzlich wollen alle in der Pension eine Rolle übernehmen. Ein jeder versucht, den Regisseur durch diverse Einlagen zu beeindrucken. Den beiden Gaunern (und dem Publikum) bleibt nichts erspart: Tanzeinlagen, Indianergeheul, Dessousschau. Da stellt sich die Frage, ob wenigstens der Polizist Kurt Schnüffel (Heiner Delpy) die Übersicht behält.

Flugzeug verpasst

Auf der Suche nach den Bankräubern schenkt er doch mehr seine Aufmerksamkeit den „Dreharbeiten“. Das turbulente Spektakel nimmt immer mehr Fahrt auf. Das Publikum war mehr als überrascht, mit welchen Darbietungen die Pensionsgäste und auch Sofie Laubenpieper, die den Flieger wegen einer Straßensperre verpasst hat und zurückgekehrt ist, aufwarteten. Als sie die Chance sieht, in einem Film die Hauptrolle übernehmen zu können, läuft sie zu Hochtouren auf. Genervt von ihrer Schwester Lotte möchte auch Sofie plötzlich im „Rampenlicht“ stehen. Lotte lässt nicht minder die Puppen tanzen und findet sogar das Glück ihres Lebens.

Bis alles im Kasten ist, braucht Regisseurin Tina gute Nerven und viel Fantasie. Schluckspecht Max Bierfreund findet im Film, der ihn zu seinen Wurzeln führt, dann doch zu sich selbst. Als echtes Naturtalent entpuppt sich beim „Dreh“ Bankräuber Bruno Breit. Nachdem sich alle Filmemacher in ihren jeweiligen Rollen ausgelebt haben, kommen sie am Ende wieder im wirklichen Leben an – um eine oder mehrere Erfahrungen und Erlebnisse reicher.

Weitere Aufführungen gibt es an den Samstagen, 30. November und 7. Dezember, um 19.30 Uhr in der Europaschule Herzogenrath-Merkstein, Am Langenpfahl 8.

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