Patientenforum: Fußgesundheit ist Thema

Von: rp
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Alsdorf. In Kooperation mit dem Marienhospital Aachen richtet die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Alsdorf (AsF) in der Stadthalle zu gesundheitlichen Fragen Patientenforen aus, die guten Anklang finden. Jüngstes Thema: „Soweit die Füße tragen – Moderne Fußchirurgie“.

Dazu referierte der Fußspezialist Dr. med. Klaus Stiller, Leitender Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie, orthopädische Chirurgie und Sporttraumatologie des Marienhospitals Aachen. Wenn jeder Schritt schmerzt, kann das Gehen zur Qual werden. Probleme mit den Füßen können weitreichend sein: Knick- und Plattfüße, Hammerzehen oder ein Hallux Valgus können die Ursachen für Schmerzen sein, erläuterte Dr. Stiller. Dabei gebe es hilfreiche Unterstützung, ob mit der Gelenk erhaltenden Ballenchirurgie, der Hammerzeh-Chirurgie, der Rückfußchirurgie, der peripheren Nervenchirurgie oder bei Problemen mit dem diabetischen Fuß-Syndrom sowie bei Fehlbildungen.

Der Referent ging auch auf die Ursachen für Erkrankungen ein. „Jeder Mensch legt im Durchschnitt 10 000 Schritte pro Tag zurück. Wenn der Fuß mit seinen 26 Knochen, 33 Gelenken, 114 Bändern und 20 Muskeln nicht gesund ist, hat das meist Auswirkungen auf das gesamte Bein, auf Hüfte und Knie“, sagte der Experte. Fast kein Mensch habe einen idealen Fuß und die Krankheitsbilder seien komplex, so dass für jeden Patienten eine individuelle Therapie angewandt werden müsse. Bevor jedoch eine Operation notwendig sei, stünden zahlreiche konservative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, von der Akupunktur, über Einlagen bis hin zu speziellen Salben, die der Gesundheitsmarkt in Mengen hergebe.

Das braucht Geduld

Besonders wichtig sind physiotherapeutische Maßnahmen“, erklärte anschließend Markus Apfelbaum, Leiter des Ambulanten Rehazentrums am Marienhospital. Hierzu brauche man aber Geduld und das aktive Mitwirken des Patienten, denn die Fußmuskulatur brauche in der Regel mehr als ein halbes Jahr, um die physiologischen Bewegungsmuster wiederherzustellen. Im Anschluss an die Vorträge beantworteten die beiden Referenten viele Fragen.

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