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Passionskonzert „Licht und Schatten” in Klosterkirche Broich

Von: jope
Letzte Aktualisierung:
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Licht & Schatten - Chorkonzert und Lichtinstallation, Klosterkirche des Heilig-Geist-Gymnasiums. Musikalische Leitung Thorsten Krause. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Am Ende der 40-tägigen Fasten- steht die Passionzeit, die mit dem Leiden und Sterben Jesu in das Ostergeheimnis einmündet. Beginnend mit dem ersten Passionssonntag setzt auch eine intensivere Auseiandersetzung der Christen mit den Themen „Tod”, „Dunkelheit” und „Trauer”, aber auch mit „Licht” und „wiedererwecktem Leben” ein.

Überaus passend, künstlerisch sehr ansprechend und in würdevollem Rahmen wurde dieses Thema in der Kloster in Broich beleuchtet.

„Beleuchtet” ist dabei im wahrsten Sinne des Wortes zu verstehen: Die vom Kleinen Chor unter der Leitung von Thorsten Krause gestaltete musikalische Vesper wurde umrahmt von unaufdringlich-wirkungsvollen Lichtinstallationen, die Lehrer Wilfried Bonn und Mitglieder des Literaturkurses der Jahrgangsstufe 12 des Heilig-Geist-Gymnasiums (HGG) entworfen hatten.

Der aus Ehemaligen des HGG bestehende Kleine Chor hatte spätestens vor zwei Jahren mit seiner Interpretation von Bachs Johannespassion groß auf sich aufmerksam gemacht.

Diesen Ruf eines exzellenten Vokalensembles bestätigten die hauptsächlich jungen Erwachsenen bei ihrem Passionskonzert „Licht und Schatten”.

Angesichts der Vergänglichkeit des Lebens kann man aus zwei Quellen Kraft beziehen: der Natur - dies die eher „heidnische” Variante - und aus dem Wissen um die Auferstehung Jesu Christi - so die christliche Sichtweise.

Beide wurden vom Kleinen Chor vorgestellt. Die erste fand in drei Werken von Johannes Brahms einen schönen Ausdruck: „Abendständchen”, „Waldesnacht” und „Nänie”.

Bei letzterem - von Maria Reepen am Klavier begleitet - sang der Kleine Chor in ergreifenden Harmonien bei zunehmenden Rottönen an der Wand davon, dass auch das Schöne sterben muss und das Vollkommene vergehen muss.

Tröstlich-getragen nahm sich im Kontrast hierzu der Gesang „Komm süßer Tod, komm selige Ruh” von Johann Sebastian Bach aus - und die damit verbundene Hoffnung auf Auferstehung und Erlösung wurde mit hellem Licht an die Altarwand projiziert.

Ein Kleinod der Chorliteratur hatte Leiter und HGG-Lehrer Thomas Krause mit dem „Abendlied” von Josef Gabriel Rheinberger, einem leider heute weitgehend unbeachteten romantischen Komponisten, mitgebracht. A cappella sehr feinfühlig dargeboten, erinnerte es an die Emmaus-Jünger aus dem Lukas-Evangelium, die Jesus zum Bleiben über die Nacht bitten.

Nach Barock und Romantik erfüllten dann zu immer kräftigeren Weiß-, Rot- und Blaufarben im Hintergrund moderne Klänge die Broicher Klosterkirche. Der Kleine Chor sang Teile aus dem Requiem des zeitgenössischen Komponisten John Rutter.

Es entstand eine musikalisch und farblich packende flirrende Atmosphäre, die noch durch solistische Beiträge von Martin Busch (Klarinette), Ursel Königs (Flöte) und der jungen Sopranistin Alishia Funken angereichert wurden.

Der Beifall wollte kein Ende nehmen, so dass Thorsten Krause und sein Chor erst nach einer Zugabe den Altarraum verlassen durften.
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