Partnerschaftstreffen: „Wir in Europa, Europa in uns”

Von: ath
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Mit ihren Unterschriften erneu
Mit ihren Unterschriften erneuerten die Vertreter der sechs Städte ihre Partnerschaften: (v.l.) Ovidiu Teodor Cretu (Bürgermeiseter von Bistritz), Christoph von den Driesch, John McNamee (Council Chairman District Cokktown), Jean-Marie Benier (stellv. BM Plérin), Reinhard Granz (Vorsitzender Partnerschaftskomitee Herzogenrath), Hans-Ulrich Jonas (BM Mayschoss) mit Weinkönigin Annekathrin, Caroline Szalata (Wedhouder Kerkrade) und George Barclay (Vorsitzender des Städtepartnerkomitee Cookstown). Fotos (2): Thomas Foto: Thomas

Herzogenrath. Ovidiu Teodor Cretu machte es ganz offiziell, neben jede Unterschrift wurde noch einmal das Stadtsiegel gestempelt. Das hatte der Bürgermeister von Bistritz extra zum großen Partnerschaftstreffen nach Herzogenrath mitgebracht, um der Erneuerung der Partnerschafts- und Freundschaftsverträge den entsprechenden Stellenwert zu geben.

Die feierliche Unterzeichnung der Urkunden in der Aula des Schulzentrums war der offizielle Höhepunkt des mehrtägigen Treffens, das ganz im Zeichen eines lebendigen Europas stand. Neben den Delegationen aus dem rumänischen Bistritz (seit fünf Jahren Partnerstadt) und dem französischen Plérin (seit 25 Jahren Partnerstadt), waren Vertreter aus Cookstown in Nordirland (Partnerstadt von Plérin), sowie Kerkrade und Mayschoss gekommen. Über ihre partnerschaftlichen und freundschaftlichen Verbindungen pflegen die sechs Städte untereinander einen freundschaftlichen Austausch, den sie mit den Verträgen erneut besiegelten.

Nationalhymnen und Reden

Der feierliche Akt in der Aula startete mit leichter Verspätung, wie das so ist, wenn Freunde aus allen Himmelsrichtungen kommen, um sich zu treffen. So sei das eben, scherzte Reinhard Granz, Vorsitzender des Herzogenrather Partnerschaftskomitees und als Leiter des städtischen Gymnasiums Hausherr. Die Unterzeichnung selbst lief wie am Schnürchen, Nationalhymnen und Reden reihten sich aneinander und beschworen den europäischen Gedanken: „Wir in Europa, Europa in uns.”

Sicherheit erreiche man nicht, indem man Zäune errichte, Sicherheit gewinne man, indem man Tore öffne, zitierte Bürgermeister Christoph von den Driesch den ehemaligen finnischen Staatspräsidenten Urho Kaleva. Genau das tue Herzogenrath, es öffne seine Tore weit für die Gäste aus den anderen Städten, zum nachhaltigen Ausbau der Verbindungen und zum interkulturellen Austausch. Dabei spiele neben der offiziellen Erneuerung der Partnerschaften mit Plérin und Bistritz auch die Vertiefung der Freundschaften mit Kerkrade, Mayschoss und Cookstown eine wichtige Rolle.

Die Idee der Städtepartnerschaften erfülle das Zusammenwachsen Europas mit Leben und mache es für die Bürger konkret. Ein wenig ketzerisch stellte von den Driesch die Frage, ob dies auch in der Realität so sei, ob Städtepartnerschaften mehr seien, als ein Schild am Ortseingang, eine Beziehung auf Papier und zwischen den Rathäusern. Für Herzogenrath könne er dies mit einem Ja beantworten. Hier ist Partnerschaft mehr, weil Menschen sie mit Leben erfüllen.

Einen Grund dafür nannte Reinhard Granz. Sowohl die Partnerschaft zu Plérin als auch zu Bistritz hat sich aus der Begegnung einzelner Menschen und einem lebendigen Austausch der Schulen (Realschule Herzogenrath - Collège Léquier Plérin und Gymnasium Herzogenrath - Nationalkolleg Liviu Rebreanu Bistritz) entwickelt.

Daran erinnerten Ovidiu Teodor Cretu und der stellvertretende Bürgermeister Plérins, Jean-Marie Benier. Neben den Schulen seien es vor allem die Feuerwehren sowie die Harmonie Cäcilia Herzogenrath und die Blaskapelle der Bistritzer Garnison, die die Vielfalt der städterpartnerschaftlichen Kontakte verdeutlichten, so Cretu.

„Wir überwinden nicht nur geografische Schranken, sondern tragen auch zum Aufbau eines geeinten Europa bei.” In den 25 Jahren ihrer Partnerschaft sei viel realisiert worden, der Elan etwas verloren gegangen, aber nun gebe es eine neue Generation und „Wunsch und Wille zum Austausch sind immer noch unversehrt”, erklärte Jean-Marie Benier.

Die Vertreter der sechs Städte besiegelten ihr Bemühen um ein gemeinsames Europa dann mit ihren Unterschriften. Die Harmonie Cäcilia spielte die Europa-Hymne.

Tanz, Musik und Gesang

Die Delegationen trafen sich am Abend mit ihren Gastfamilien in der Europaschule, um zu feiern. Nach dem Abendessen, bei dem Kontakte geknüpft und erneuert wurden, gab es auf der Bühne Einblicke in die Kultur der anderen Städte.

Es war eine fröhliche, bunte Mischung aus Tanz, Musik und Gesang, bei der Gastgeber und Gäste mitgingen. So bewies das Orchester der Musikschule Plérin mit Saxofonen, Klarinetten und Trommeln, was Esprit und Lebensfreude sind. Etwas getragener waren die musikalischen Vorträge der rumänischen Sopranistin Lilit Sati, die unter anderem Dvorak zu Gehör brachte, und des Ensembles „Capella Droezjba” aus Kerkrade. Die Gruppen „Cununa de pe Somes” aus Bistritz, die „Cercle Le Roselier” aus Plérin und die Deutsche Jugend in Europa (DJO) aus Merkstein präsentierten jeweils Tänze ihrer Heimatregion.
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