Herzogenrath - Pannesheider Schüler für Vielfalt und gegen Rechts

Pannesheider Schüler für Vielfalt und gegen Rechts

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Herzogenrath. Wie wichtig es ist, immer wieder auf das Problem des Rechtsextremismus aufmerksam zu machen, machen die aktuellen Nachrichten über die Zwickauer Nazizelle deutlich.

In Herzogenrath ist bereits Anfang der 1990er Jahre ein Bündnis gegen Rechtsextremismus (Arbeitskreis gegen Rechts) gegründet worden. Damit die Existenz des Bündnisses nicht in Vergessenheit gerät und neue Aufmerksamkeit bekommt, haben die Bündnismitglieder gemeinsam vor rund einem Jahr einen Aufruf gegen Rechts- extremismus formuliert und unterzeichnet, der allen Teilnehmern zugeschickt wird und an exponierter Stelle aufgehängt werden soll. Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, ist eine Delegation von 16 Kinderparlamentariern ins Herzogenrather Rathaus gekommen, um den Appell persönlich abzuholen.

Sie wollten sich das Plakat, auf dem der Appell steht, nicht einfach per Post zuschicken lassen. Gemeinsam mit der Leiterin der Grundschule Pannesheide, Monika Wallbrecht, klopften sie an die Tür des Verwaltungschefs, um den Appell in Empfang zu nehmen. Simon, 9 Jahre alt: „Wir sind eine Schule ohne Rassismus und wir wollen, dass alle Menschen gleich behandelt werden - unabhängig von ihrer Hautfarbe und ihrer Herkunft.” Der Appell wird in Zukunft öffentlich in der Schule ausgehängt.

Schulleiterin Monika Wallbrecht: „Mit dem öffentlichen Aushang des Appells an einem gut sichtbaren Platz in unserer Schule wollen wir die Bündnis-Idee wieder stärker in das Bewusstsein aller Klassen und der Öffentlichkeit rücken.” Die Grundschule Pannesheide ist bereits seit mehreren Jahren Mitglied des Bündnisses und trägt mit Stolz den Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage.” Abschließend überreichte die Schulsozialpädagogin Christiane Hausschulz Krott einen wichtigen Leitsatz der Schülerinnen und Schüler, der lautet: „Bildung ist die Fähigkeit, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen”.

Seit vielen Jahren arbeiten Jugendverbände, Vereine, Kirchen, Gewerkschaften, politische Parteien, Schulen, antifaschistische Gruppen und Einzelpersonen in der Stadt Herzogenrath zusammen im Kampf gegen den Rechtsextremismus. Dabei sind sich alle Beteiligten darüber einig, dass ein demokratisches und friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion auf Grundwerten basiert, die mit rassistischen und nationalistischen Anschauungen unvereinbar sind. „Wir wollen die Bevölkerung für Demokratie begeistern”, sagt Bernd Krott, Leiter des Bereichs Jugend der Stadt Herzogenrath. Die Stadt solle ein Ort der Vielfalt sein.

Bei der Bündnisunterzeichnung am 2. November im vergangenen Jahr bezog Bürgermeister Christoph von den Driesch klar Stellung: „Wer sich gegen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung wendet, muss klare Grenzen aufgezeigt bekommen. Unsere Botschaft lautet: Nein zum Rechtsextremismus.” Gelungen ist dem Bündnis das 2002, als eine Demonstration von Nationalsozialisten verhindert wurde.

Der Appell findet breite Unterstützung

Dem Appell gegen Rechts und dessen Bündnisunterzeichung haben sich im vergangenen Jahr 45 Vereine, Institutionen und Einzelpersonen angeschlossen.

Ansprechpartner bei der Stadt Herzogenrath ist Bernd Krott, Telefon 02406/83530 oder bernd.krott@herzogenrath.de

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