Ortsumgehung: Zweiter Abschnitt der B57n freigegeben

Von: Stefan Schaum
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Am Löwen auf dem Kreisel gibt es jetzt freie Richtungswahl: Im Beisein vieler Gäste wurde an der Kreuzung L225 der zweite Bauabschnitt der B57n freigegeben. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Dass große Bauprojekte am Ende günstiger umgesetzt werden können als geplant, passiert auch nicht so oft: Bei der B57n, deren zweiter Bauabschnitt am Dienstag offiziell für den Verkehr freigegeben worden ist, war es der Fall.

Gut 17 Millionen Euro hat der Bund in die 7,4 Kilometer lange Trasse investiert, knapp drei Millionen weniger als veranschlagt. Nicht nur deshalb gab es viele zufriedene Gesichter beim Eröffnungsakt am Kreisverkehr L225 und B57n.

„Das ist eine Ortsumgehung, bei der es nur Gewinner gibt“, sagte Gunther Adler, Staatssekretär im NRW-Verkehrsministerium. Dass solch ein Projekt in Zeiten knapper Kassen freigegeben werden könne, sei ein deutliches Signal, „denn eine gute Infrastruktur ist ungemein wichtig für unsere Wirtschaft und die Gesellschaft“. Was mit dem „übrig gebliebenen“ Geld geschieht, konnte er freilich nicht sagen, „aber das werden wir schon sinnvoll anlegen – unsere Straßen können jeden Cent gut gebrauchen“.

„Das werden Sie spüren“

Auch Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, lobte das fertiggestellte Projekt. „Heute ist ein schöner Tag für diese Region. Dass es bislang auf dem ersten Teilstück noch nicht so viel Verkehr gab, wird sich jetzt ganz schnell ändern. Erst mit dem zweiten Abschnitt macht die Trasse richtig Sinn. Die ist jetzt eine ideale Ortsumgehung und eine schnelle Anbindung in Richtung Autobahn.“ Er äußerte sich überzeugt, „dass die Menschen in den Dörfern schon heute Nachmittag deutlich spüren werden, dass viel Verkehr aus ihren Straßen verschwindet.“

Die prognostizierten Zahlen sprechen dafür: Zwischen 11.000 und 14.000 Fahrzeuge pro Tag könnten über die B57n rollen. „Für Ortslagen wie Setterich mit seinen kurvigen und engen Straßen ist das eine ordentliche Entlastung.“ Um gut 30 Prozent Verkehrsaufkommen könnte Baesweiler insgesamt durch die B57n entlastet werden, heißt es in einer Schätzung des Landesbetriebs Straßen NRW, der den Bau umgesetzt hatte. Auch Boscheln und Übach-Palenberg sollen profitieren: Bis zu 25 Prozent ist dort die erwartete Entlastung.

Vier größere Bauwerke liegen im Bereich des zweiten Bauabschnitts zwischen L225 und L240. Zwei Brücken führen über die Brünestraße und den Merbener Weg, eine Unterführung gibt es am Herzogenrather Weg. Zudem führt ein erhöhter Abschnitt der Trasse über einen geschützten Landschaftsteil und es gibt Durchlässe für Kleintieren. Auch rechts und links der neuen Straße wurde fleißig gebaut – und wird es auch in den kommenden Wochen noch. Wirtschaftswege mit einer Länge von gut acht Kilometern wurden im Zuge der beiden Bauabschnitte neu angelegt oder ausgebaut. Hier und dort sind Restarbeiten vonnöten.

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