Ob ein Euro oder 100, jede Hilfe kommt an

Von: Elisa Zander
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Spielzeug: Als Maria Foerster vor vier Jahren die Menschen im Senegal besuchte, brachte sie ein Auto mit, von Kindern gefertigt aus einem Ölkanister, Ästen und Zweigen. Foto: Elisa Zander

Würselen. Sie sind schon ein wenig aufgeregt, die Schüler des Heilig-Geist-Gymnasiums (HGG), wenn sie an den 13. April denken. Denn an diesem Dienstag wird Mirko Casper, Fußballspieler bei der Alemannia Aachen, ihre Schule besuchen.

Nicht einfach so, sondern als Schirmherr für das Senegal-Projekt. Die 1996 von der stellvertretenden Schulleiterin des HGG, Maria Foerster, gegründete Initiative sammelt Spenden für das senegalesische Mont Rolland, das zur Diözese Thies gehört. Mit dem Geld unterstützt die Schule die Gemeinde, in diesem Jahr sollen von den Spenden Schulmaterialien und eine warme Mittagsmahlzeit finanziert werden.

Der Wandertag am 13. April wird dabei wörtlich genommen. Klassenweise wird gewandert, geradelt oder gelaufen. Länge und Art der Strecke sucht sich jede Klasse individuell aus. Am Tag selbst werden die Gruppen an die jeweiligen Punkte, etwa den Blausteinsee oder nach Herzogenrath gefahren. Von dort aus laufen, fahren oder gehen sie zurück zur Schule. Dort wartet ein gemeinsames Abschlussessen auf die Schüler.

Der Wandertag ist Höhepunkt der Aktion. Bereits Wochen im Voraus gehen die über Tausend Schüler des Gymnasiums auf Sponsorensuche. Ob Firmen oder Privatpersonen, ob ein Euro oder 100 - „Hauptsache ist, dass sich die Menschen beteiligen”, sagt Maria Foerster. „Jeder, wie er kann.” Im vergangenen Jahr sind so und durch ein Benefiz-Rockkonzert über 30000 Euro zusammengekommen.

Rekordmarke überschreiten

Ein Rekord, der vielleicht in diesem Jahr geknackt werden könnte. „Die Schüler laufen sich die Füße platt”, erzählt Maria Foerster. Bis zu 150 Sponsoren haben jeweils auf ihrer Liste stehen. „Die Schüler wissen, wie wichtig diese Sache ist”, sagt Foerster weiter. Im Senegal sind 42,5 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahre, ein Fünftel der Menschen unterernährt. „Natürlich gibt es auch bei uns arme Menschen, aber in Deutschland gibt es eine Grundsicherung. Im Senegal müssen die Menschen für einen Arztbesuch erst bei sämtlichen Familienmitgliedern und Bekannten Geld zusammensuchen.”

Im Herbst wird Maria Foerster wieder mit einer Delegation in den Senegal fliegen. Schüler, Eltern und Lehrer werden dabei sein - leider, so betont die stellvertretende Schulleiterin, nur sechs Leute insgesamt. „Lieber würde ich die ganze Schule in den Flieger packen, damit sie sehen, riechen und fühlen, wie es vor Ort ist. Ich kann gut erzählen, aber das Erleben ist eine ganz andere Dimension.”

Doch auch so ist das Engagement der Schüler sehr groß. Das Rockkonzert im vergangenen Jahr wurde von aktiven und ehemaligen Schülern des Gymnasiums ins Leben gerufen. Auch in diesem Jahr wird diese Idee wieder aufgegriffen. Bei dem Konzert am 2. Juni wird unter anderem eine Lehrerband aus dem Kollegium auftreten. Da lässt sich dann auch viel Spaß mit der guten Sache verbinden.
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