Alsdorf - Nutzung des Ledigenheims ist gesichert

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Nutzung des Ledigenheims ist gesichert

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Von der GSG übernommen: Das alte Ledigenheim des EBV in Alsdorf - im Hintergrund links - kann weiter von Vereinen und der Energeticon gGmbH genutzt werden. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Vereine, Gesellschaften und private Nutzer können sich freuen: Das als „Ledigenheim” bekannte Gebäude an der Herzogenrather Straße wird ihnen auch weiterhin als Heimstätte zur Verfügung gestellt werden können.

Die Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft GmbH (GSG) hat den unter Denkmalschutz stehenden Bau von 1905 vom Eschweiler Bergwerksverein (EBV) gekauft und so den Fortbestand der Kultur- und Jugendstätte sowie des Geschäftssitzes der Energeticon GmbH und des Bergbaumuseumsvereins am Alt-Standort sichergestellt.

Der Kauf war möglich geworden, weil der auf 20 Jahre ausgelegte Erbpachtvertrag im April 2013 ausläuft. Mit den Unterschriften von GSG-Geschäftsführer Dieter Sandlöbes und Vertretern des EBV unter dem Kaufvertrag geht die Immobilie ab sofort in den Besitz der GSG über.

„Wir freuen uns, auf diese Weise die positive strukturelle Entwicklung in Alsdorf - etwa mit dem Energeticon als außerschulischen Lernort -, aber auch die Tradition und das historische Erbe, die vom Bergbaumuseumsverein mit vielen engagierten Ehrenamtlern im wahrsten Sinne gelebt werden, positiv zu begleiten und zu unterstützen”, sagt GSG-Geschäftsführer Dieter Sandlöbes. „Beide können jetzt ihre wertvolle Arbeit in Ruhe fortsetzen, für die Stadt, die Kultur und auch für das historische Andenken an eine für Alsdorf großartige ökonomische Zeit.”

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude als Ledigenheim - wie der Name es bereits ausdrückt - vom EBV erbaut, um den beim Bergbau beschäftigten familienlosen Bergleuten eine Bleibe in Alsdorf zur Verfügung zu stellen. Noch vor dem „Bergbausterben” Anfang der 90er Jahre wurde das Gebäude für diesen Zweck nicht mehr genutzt. Ein „Ledigenheim” war nicht mehr zeitgemäß.

Seit nunmehr 20 Jahren hat die GSG durch einen Erbpachtvertrag mit dem EBV die Nutzung des Ledigenheimes für Vereine und Institutionen ermöglicht. Damals, 1993, musste man auch in Alsdorf auf die große Zahl von Flüchtlingen nach Deutschland reagieren und Unterbringungsmöglichkeiten einrichten.

Nach einem Umbau und Sanierungs- und Brandschutzarbeiten der in die Jahre gekommenen Immobilie nutzten in der Spitze 250 in Deutschland Asylsuchende das Gebäude als Übergangsstation.

Auch Proberäume

Ab dem Jahr 2000 ließ der Zustrom nach und es wurde eine andere Verwendung für das Heim gesucht. Heute sind in der Herzogenrather Straße 100 die Verwaltung der Energeticon GmbH, der Bergbaumuseumsverein mit Büroräumen und einigen 100 Quadratmetern Lagerfläche für seine Sammlungen sowie Alsdorfer Karnevalsvereine und private Musikbands, die dort ihre Proberäume haben, und die „Sozialistische Jugend Deutschlands, die Falken”, gegen eine geringe Nutzungsgebühr beheimatet. Auch die GSG nutzt Räume als Werkstatt und zu Lagerzwecken.
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