Radarfallen Blitzen Freisteller

Noppenberger Paul Alt saniert Kreuzanlage

Von: Alisa Gartzen
Letzte Aktualisierung:
<br />

Alsdorf. Es ist ein echtes Schmuckstück geworden, was da der 78-jährige Paul Alt geschaffen hat. Rund zwei Wochen - Regen sorgte für Unterbrechungen - hat der gelernte Maurer und Schreiner an der Wegekreuzanlage Ecke Ottenfelder Allee/Duffesheider Weg gearbeitet, gemauert und gepflastert.

Jetzt wurde das Ergebnis der ehrenamtlichen Arbeit offiziell vorgestellt. Die Organisatorin Silvia Weidknecht-Schupp, in der Alsdorfer Verwaltung zuständig für Denkmalschutz, und der Vorsitzende des Geschichtsvereins Alsdorf, der ehemalige Rektor des Gymnasiums Alsdorf, Rudolf Bast, sowie Ralf Kahlen, Erster Beigeordneter der Stadt Alsdorf, waren sichtlich angetan von der Arbeit des Noppenbergers Alt.

Grund für die Restauration war der marode Zustand des Denkmals. „Die Mauer war in einem entsetzlichen Zustand!”, informierte Bast. Es sei ein Riss in der Mauer, die Wegekreuz an drei Seite umschließt. Zudem war die Mauer mit Pflanzen überwuchert und das Kreuz inklusive Steinsockel völlig vermoost, so dass die Inschrift „In Cruce Salus” (lat. „Im Kreuze (ist) Heil”) nicht mehr zu entziffern war. Unglücklicherweise ist das Kruzifix gestohlen worden. Das neue Kruzifix hat Alt von einem Ehepaar aus Baesweiler erhalten.

Das ursprüngliche Wegekreuz stammt aus dem 18. Jahrhundert. Bis 1936/37 haben hier Fronleichnamsprozessionen von Bardenberg über Pley und Niederbardenberg nach Ottenfeld stattgefunden. Die Steinmauer ist in den 1960er Jahren von der Gemeinde Bardenberg errichtet und mit Bäumen bepflanzt worden. Die Fläche, auf der sich das Kruzifix befindet, gehört seit der Kommunalen Neugliederung im Jahre 1972 zum Stadtgebiet Alsdorf. Das Kruzifix wurde im Laufe der Jahre zweimal ersetzt und wieder entwendet, hieß es seitens der Verwaltung.

Geschichtsverein vermittelt

Auslöser für die Restaurierung war Denkmalschützerin Weidknecht-Schupp, die Vorüberlegungen den Vorsitzenden des Geschichtsvereins, Rudolf Bast, einbezog. Wer sollte das machen? Woher sollte das Geld dafür kommen? Bast hörte sich um und erfuhr von Bäckermeister Josef Zentis, dass Paul Alt bestens geeignet sei. Alt erklärte sich gerne bereit, das Vorhaben umzusetzen. Nach Koordination Silvia Weidknecht-Schupp wurde mit der Restauration im Mai begonnen. Der Eigenbetrieb Technische Dienste der Stadt Alsdorf stellte das Arbeitsmaterial zur Verfügung. Erfahrungen auf diesem Gebiet hat Alt bereits, da er sich schon seit längerer Zeit um Wegekreuze kümmert. Eines in Herzogenrath hat er zuvor auch alleine saniert.

„Wissen Sie, was die meiste Arbeit war? Zwei Kubikmeter Sand und 20 Sack Zement zu mischen!”, erzählte der Noppenberger. „Ich gehe hier gerne mit meiner Frau spazieren, dann freuen wir uns immer. Ich hab das Wegekreuz jetzt immer im Auge”, betonte Alt selbstsicher. Mit der neuen Bank neben dem Wegekreuz ist es Besuchern möglich, sich das Kreuz in Ruhe anzuschauen, zu entspannen oder den Stimmen der Natur zu lauschen.

Wenn das Wegekreuz wieder verschmutzt sein sollte, weiß Alt genau, was seine Aufgabe ist: „Dann wird es wieder neu gemacht. Kein Problem. In den nächsten zehn Jahren geht das noch!” Alt lässt sich auch nach zwei Knieoperationen und einer Herzoperation in seinem Elan nicht bremsen. Dies findet auch seine Anerkennung durch Beigeordneten Kahlen: „Sie kriegen noch Post! Sie können sich mit ihrer Frau bei einer Veranstaltung zumindest einen netten Abend in der Stadthalle machen”, dankte er abschließend Alt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert