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Noch kein Okay für den neuen Beigeordneten

Von: Georg Pinzek
Letzte Aktualisierung:

Würselen/Alsdorf. Der Wachwechsel in der Führungsetage des Würselener Rathauses wackelt: Die Verabschiedung des Technischen Beigeordneten der Stadt Würselen, Ulrich Wigand, geht am Dienstag, 17. Februar, 16 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses über die Bühne.

Die dazugehörigen Einladungen tragen die Unterschrift von Bürgermeister Werner Breuer.

Die Amtszeit des einst von der schwarz-grünen Koalition gewählten Stadtplaners endet mit dem 28. Februar. So wollte es die schwarz-rote Koalition und wählte gemäß des vertraglich festgelegten Vorschlagsrecht der Sozialdemokraten den Euchener Till von Hoegen zum Nachfolger.

Während die Grünen an Wigand festhalten wollten, hatten UWG und FDP Fachbereichsleiter Manfred Schmitz Gehrmann favorisiert.

Arno Nelles (SPD) und Karl-Jürgen Schmitz (CDU) erklärten hingegen unisono: „Till von Hoegens Erfahrungen, sein Werdegang und seine Verbundenheit mit der Heimatstadt haben genauso überzeugt, wie seine Zielvorstellungen, gemeinsam mit Verwaltung und Politik am Substanzerhalt und der Weiterentwicklung Würselens mit Augenmaß zu arbeiten.”

Mit den Stimmen der Koalition entschied der Rat, dass Till von Hoegen zum 1. März sollte er aus dem Alsdorfer Rathaus in die Verwaltung der Nachbarstadt wechseln.

Doch die Politik hat da die Rechnung ohne die Kommunalaufsicht gemacht. Auf Weisung des Düsseldorfer NRW-Innenministeriums hat die Bezirksregierung in Köln auch die Personalentscheidungen der Stadt im Nothaushalt besonders im Blick.

Über den Kreis Aachen als verlängerten Arm wurde die Stadt angewiesen, zu erklären, warum die Stelle unerlässlich ist und wie die Stadt die Neubesetzung finanzieren will.

Wegen der Schuldenlast müssten laut Gemeindeordnung sämtliche Neueinstellungen, auch die Wiederbesetzung von freiwerdenden Stellen, besonders Streng geprüft werden.

Städte vergleichbarer Größenordnung kämen schließlich auch nur mit einem Beigeordneten aus. Die SPD hatte mehrfach betont, wie wichtig ihr eine Optimierung der Kommunikationsstruktur zwischen Politik und Verwaltungsspitze sei.

Begründet wurde die Besetzung außerdem mit den anstehenden großen stadtentwicklungspolitischen Entscheidungen (Entwicklung des Singer-Geländes und des Riesenbaugebiets Mauerfeldchen sowie die Fortsetzung Marktumbau...).

Zur Finanzierung hatte die Koalition beschlossen, eine in der EDV freiwerdende Stelle nicht wieder zu besetzen. Eine Stelle in der Bücherei wurde nicht nur halbiert, sondern ganz gestrichen, und die nächst freiwerdende A-14 Stelle soll ebenfalls dem Rotstift zum Opfer fallen.

Laut Stadtsprecher Bernd Schaffrath, der als Fachbereichsleiter Zentrale Dienste auch zuständig ist für Personalangelenheiten im Rathaus ist, ist die Stellungnahme unmittelbar nach der Ratssitzung im Dezember für die Kommunalaufsicht erstellt worden: „Am 19. Dezember hat Bürgermeister Werner Breuer sie persönlich Landrat Carl Meulenberg übergeben. Seitdem warten wir auf eine Entscheidung.”

Holger Benend, Sprecher des Kreises Aachen, bestätigt indes die abgeschlossene Prüfung der Untereren Kommunalaufsicht: „Nachdem die Stadt begründet hat, wie sie die Stelle kompensieren will, unterstützen wir im Grundsatz die Würselener Entscheidung. Wir sind allerdings angehalten, die Genehmigung in Köln einzuholen.”

Dort ist die Empfehlung vor gut einer Woche eingegangen. Ob von Hoegen seine Ernennungsurkunde doch noch termingerecht entgegennehmen kann, entscheidet sich sich voraussichtlich in der kommenden Woche.
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