Herzogenrath - Neujahrskonzert auf Burg Rode: Sextett Silvestro ein Glücksgriff

Neujahrskonzert auf Burg Rode: Sextett Silvestro ein Glücksgriff

Von: Günther Sander
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Feurig und temperamentvoll bei ihrem Auftritt: Die ungarische Sopranistin Veronika Juhasz mit herrlichem Gesang. Foto: Günther Sander
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Veronika Juhasz (rechts) und Kasia Wilk begeisterten auf Burg Rode die Besucher mit ihrem Gesang. Foto: Günther Sander

Herzogenrath. Am Ende waren sich Veranstalter, Künstler und Besucher einig: Das Neujahrskonzert auf Burg Rode war ein außergewöhnliches Spektakel. Der veranstaltende Verein Burg Rode Herzogenrath hatte mit dem Sextetto Silvestro einen Glücksgriff getan, hatte alte, gute Bekannte in die altehrwürdigen Mauern eingeladen.

Der niederländische Pianist und Conférencier Constant Notten, Chef des Ensembles, vereinte schöne Musik mit zündenden Melodien – eine Mischung, die genau den Geschmack der Konzertbesucher traf. Mal besinnlich, mal heiter, froh und lustig. Ein wenig Schubert, Vivaldi, Léhar, Strauss, Kurt Weil, eine Hommage an den belgischen Chansonnier Jacques Brel. Dazu zwei hervorragende Sängerinnen, die mit herrlichen Stimmen zu gefallen wussten. Im Mittelpunkt aller Darbietungen stand die Liebe, ein Thema, das die Musik und den Gesang prägt, so hatte Notten erklärt.

Das Intermezzo aus „Cavalleria rusticana“ von Pietro Mascagni, nicht auf dem Programm stehend, ließ weitere Höhepunkte nur erahnen. Mit dem „Ständchen“ („Leise klingen meine Lieder zu Dir“) von Schubert zeigte die ungarische Cellistin Anna Agnes Nágy, begleitet von Notten und Lars Konings am Klavier, ihr Können.

Gefühlvoll von der ungarischen Sopranistin Veronika Juhasz vorgetragen „In mir klingt ein Lied“ von Chopin. Das traf genau den Geschmack der Besucher. Ebenso die „Serenade“ aus „Don Giovanni“, mit der die Cellistin und der belgischer Geiger Stefaan de Rycke. Und immer dabei „Chef“ Constant Notten, mal Begleiter am Piano, mal als schlagfertiger Conférencier, stets flotte Sprüche und fachliche Erläuterungen auf den Lippen. Ein „Maitré de Plaisir!“

„Il Baccio“ , hingebungsvoll von Kasia Wilk intoniert, war ein Genuss für sich. Bei der Männersuche fündig wurde dann Veronika Juhasz mit „Einer wird kommen“, so dass beim „Einen Mann hab’ ich gefunden“, gesungen von beiden Sopranistinnen, ein wenig Eifersucht nicht zu überhören war.

Die Sopranistinnen wuchsen mit der „Barcarole“ aus „Hoffmanns Erzählungen“ über sich hinaus. „Schöne Nacht, o Liebesnacht“, auch diese Weise ermunterte zum Mitsingen. Da gab es kein Halten mehr: stehende Ovationen, Beifall, Blumen und Präsente für ein Super-Ensemble.

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