Alsdorf - Neues Wohnen neben Heim der Alexianer

Neues Wohnen neben Heim der Alexianer

Von: Karl Stüber
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Baulücke an der Luisenstraße Alsdorf soll bald geschlossen werden: Neben einem Heim der Alexianer Aachen GmbH für geistig behinderte Erwachsene sollen Ein- und Zwei-Familienhääuser „Am Kreuzberg“ entstehen. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Noch lassen die Bagger auf sich warten, aber der Wohnbereichsdirektor der Alexianer Aachen GmbH, Jürgen Amberg, ist optimistisch, dass bald alle Voraussetzungen zum Bau eines Wohnheim für 24 geistig behinderte Erwachsene auf einem Teilgrundstück des ehemaligen Bauhofs an der Luisenstraße erfüllt sind.

Der Fördergeldgeber, die Stiftung Wohlfahrtspflege, bzw. deren Stiftungsrat werde im März hierüber entscheiden. „Die Chancen stehen sehr gut“, sagte Amberg auf Anfrage unserer Zeitung. Für 230.000 Euro haben die Alexianer ein Areal von rund 1700 Quadratmetern der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG) erworben. Das Alexianer-Wohnheim soll im vorderen Bereich, also an der Luisenstraße errichtet werden.

Schallschutz problematisch

Auf der verbleibenden Fläche von rund 2000 Quadratmetern, die im Besitz der GSG ist, sollen Ein- und zwei Familienhäuser entstehen. Nach Aufrissplänen, die jetzt im Ausschuss für Stadtentwicklung Grundlage waren, handelt es sich um insgesamt sieben Wohneinheiten, die den Abschluss der vorhandenen Wohnbebauung im Bereich Am Kreuzberg und Resi-Quint-Straße bilden.

Bisherige Versuche, das Gelände, für das schon seit Anfang 2002 ein Bebauungsplan existiert, zu vermarkten, waren gescheitert. Das lag laut Stadtverwaltung zum einen an der nahen vielbefahrenen Luisenstraße und dem damit verbundenen Lärm. Zudem fand die im Bebauungsplan vorgesehene Bebauungsart „Hausgruppe“ keine Interessenten.

Mit Änderung der Vorgaben, die sich unter anderem auch auf Baulinien und -grenzen sowie Dachform, -neigung und Bauweise beziehen, wird nun auf Interessenten für ein- und Zweifamilienhäuser gehofft. Zumal die Alexianer mit ihrem Wohnheim gleichsam als „Schallbrecher“ fungieren werden. Denn ein sogenannte „aktiver Schallschutz“, also zum Beispiel ein Wall oder spezielle Wand, sind weder aus Platzgründen noch unter gestalterisch städtebaulichen Aspekten realisierbar. Folglich müssen die „erforderlichen Schalldämmmaße“ durch „entsprechende Anforderungen an die Außenbauteile“ der geplanten Häuser erbracht werden.

Um die Einhaltung muss sich der jeweilige Architekt im Rahmen des entsprechenden Baugesuchs kümmern. Letztlich geht das zu Lasten bzw. Kosten des Bauherrn. Grundlage ist eine vom Büro IBK Schallimmissionsschutz erstellte Untersuchung.

Nach Jahren des Wartens soll nun alles möglichst flott gehen. Da es sich baurechtlich um ein „Vorhaben der Innenentwicklung“ handelt, ermöglicht das Baurecht ein „beschleunigtes Verfahren“. Hierbei kann von der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden sowie der Erstellung eines Umweltberichtes, einer Umweltverträglichkeitsprüfung sowie einem ökologischen Ausgleich abgesehen werden.

Ohne Diskussion winkte der Fachausschuss die von der Stadtverwaltung zusammengestellten und bewerteten Anregungen aus der öffentlichen Auslegung durch.

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