Neues Quartier für Feuerwehr und Rettungsdienst

Von: ehg
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Eröffnen die Feuer- und Rettungswache in Bardenberg: Erster Beigeordneter Werner Birmanns (v.l.), Städteregion-Dezernent Gregor Jansen, GWG-Geschäftsführer Dr. Axel Thomas, Bürgermeister Arno Nelles und Löschzugführer Stefan Kaiser. Foto: W. Sevenich

Würselen. Was lange währt, wird endlich gut! Diese Volksweisheit trifft hundertprozentig auf ein Gemeinschaftsprojekt, das die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft der Städteregion Aachen und die Stadt Würselen auf einem rund 1100 Quadratmeter großen Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zum dortigen Krankenhaus an der Niederbardenberger Straße verwirklichte.

Dort entstand in 15 Monaten Bauzeit eine neue Rettungswache, die zehnte im ehemaligen Kreis Aachen, und ein Feuerwehrgerätehaus für den Löschzug Bardenberg der Freiwilligen Feuerwehr Würselen. Über das moderne Quartier freuten sich vor allem Löschzugführer Stefan Kaiser, der schon mit seinen ehrenamtlichen Feurwehrleuten Einzug gehalten hat, und die Gruppenleiterin Katastrophenschutz in der Städteregion, Elke Schloemer.

Äußerst langwierige Planungen

Während das Gebäude in relativ kurzer Zeit hochgezogen werden konnte, nahmen die Planungen einen äußerst langen Zeitraum in Anspruch. Die sechsjährige Vorgeschichte des zweckmäßig Neubaus begann im Oktober 2004, als es die erste gemeinsame Besprechung zwischen Verantwortlichen der Stadt Würselen, des früheren Kreises Aachen und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zur Errichtung eines gemeinsamen Rettungszentrums in Aachen gegeben hatte. Eine erste Entwurfsplanung gab es dann zwar schon im März 2005. Sie wurde aber durch die Absage der Bundesknappschaft gleich wieder verworfen. Auch der Ausstieg des DRK verzögerte die weiteren Planungen. Schließlich wurden sie vom Kreis und der Stadt dann doch wieder zielstrebig vorangetrieben. Der Stadtrat fasste am 12. Juni 2007 eine Grundsatzentscheidung zur Beteiligung an dem Gemeinschaftsprojekt. Die Stadtentwicklungsgesellschaft übernahm für die Stadt die weitere Koordinierung und Beteiligung. Die Baugenehmigung wurde schließlich am 2. Juli 2009 erteilt, womit es bis zum ersten Spatenstich nicht mehr weit war.

„Nie den Mut verloren”

Wie Projektleiter Stephan Sikora von der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft für die Städteregion Aachen bei der Übergabe vor Ort erläuterte, wurden in das Gemeinschaftsprojekt, das auf einem 3100 Quadratmeter großen Grundstück realisiert wurde, 1,7 Millionen Euro investiert. Es entstanden auf 750 Quadratmetern Büro- und Sozialflächen mit Wohnraumqualität, die wegen der Synergieeffekte gemeinsam genutzt werden können. Auf 500 Quadratmetern Fläche bringt der Rettungsdienst seine sechs Rettungsfahrzeuge plus Lastkraftwagen und der Löschzug Bardenberg seine zwei Löschfahrzeuge und seinen Mannschaftstransportwagen unter. 77 Prozent des Gebäudes werden von der Städteregion genutzt, 23 Prozent von Würselen.

Der Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft, Dr. Axel Thomas, war froh, dass er einen Schlussstrich unter einen „Langläufer” ziehen konnte. Herzlich bedankte er sich bei der Arbeitsgruppenleiterin Elke Schloemer, „die in einer schwierigen Phase in das Projekt mit eingestiegen war”. Sein Dank galt aber auch der Feuerwehr, die sich umfangreich in die Verwirklichung mit eingebracht habe. Dass es sich in der Planungsphase um eine schwierige Geburt gehandelt habe, räumte der Dezernent der Städteregion Aachen, Gregor Jansen, ein. Er bedankte sich bei der Stadt dafür, „dass wir das Projekt in Zeiten leerer Kassen hingekriegt haben”. Und: „Wir haben nie den Mut verloren. Das Ergebnis, das wir heute präsentieren können, kann sich sehen lassen.”

Bürgermeister Arno Nelles: „Wir haben nun auch eine komfortable Unterkunft für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Bardenberg.” Was die Schaffung guter Rahmenbedingungen für die Arbeit der Ehrenamtler anbetreffe, sei man in Würselen ein gutes Stück vorangekommen.

Vom neuen Jahr an wird auch der Rettungsdienst der Städteregion seine Arbeit an der Niederbardenberger Straße in Bardenberg aufnehmen.
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