Neues Einkaufszentrum: Es geht voran

Von: Stefan Klassen
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Einkaufen am Feuerwehrturm in der Baesweiler City: Die Pläne werden konkreter, Vertragsverhandlungen laufen. Fotos (4): Stefan Klassen Foto: Stefan Klassen

Baesweiler. So viel ist sicher: Das Areal am Feuerwehrturm in Baesweiler, ebenso beliebter Park- wie Kirmesplatz und eines der städtischen Filet-Grundstücke schlechthin, wird sein Erscheinungsbild gewaltig verändern. Ein Einkaufszentrum mit Edeka-Supermarkt, dem die bisherige Verkaufsfläche an der Kirchstraße zu klein ist, und einem Discounter soll dort entstehen. Das Projekt nimmt immer konkretere Gestalt an.

Derzeit verhandelt die Stadt Baesweiler als Eigentümerin des Grundstücks und Inhaberin der Planungshoheit mit einem potenziellen Investor. „Es gibt momentan Gespräche. Wir diskutieren über einen Rahmenvertrag und einen Kaufvertrag als Option“, sagt Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens.

Nicht nur am Verhandlungstisch und in den Planungsbüros wird derzeit fleißig am Konzept für das Einkaufszentrum gefeilt. Auch Bauarbeiter haben bereits Hand angelegt, und zwar auf dem Gelände an der Ecke Mariastraße/Peterstraße: Dort wurden – direkt neben der ehemaligen „Stadtdirektoren-Villa“ – bereits kleinere Rodungsarbeiten vorgenommen. Dem rund 60 Jahre alten Haus, das der Stadt Baesweiler gehört, werden in Kürze Bagger mit der Abrissbirne zu Leibe rücken. Auf diesem freigeräumten Grundstück nimmt dann die Städteregion den Neubau derjenigen Kindertagesstätte in Angriff, die momentan noch Im Kirchwinkel steht. Diese ist sanierungsbedürftig und befindet sich überdies auf Baugrund, der künftig Teil des Einkaufszentrums sein soll. Die Bauarbeiten für die neue Kita sollen im April beginnen und im Herbst abgeschlossen sein. Zum Jahresende können die Kinder dann in ihre neue Tagesstätte einziehen.

Stadt hat das Sagen

Wann es mit dem Bau des Einkaufszentrums am Kirmesplatz losgehen wird, ist unterdessen noch unklar. Wie Bürgermeister Linkens betont, wird der Baesweiler Stadtrat wahrscheinlich im Mai „über die konkrete Planung und die Vertragsentwürfe diskutieren“. Parallel dazu erstellen Fachleute derzeit Gutachten, in denen die Lärmbelastung für die Anwohner sowie der künftige Verkehrsfluss prognostiziert und bewertet werden. Fest steht, dass die Stadt Baesweiler das Sagen hat, was die städtebauliche Gestaltung des Einkaufszentrums angeht: Weil der Rat einen so genannten „Vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ für das Areal beschlossen hat, „können wir konkret auf die Gestaltung einwirken“, konkretisiert Peter Strauch, Erster und Technischer Beigeordneter der Stadt Baesweiler. „Es geht beispielsweise darum, wie die Front des Gebäudes aussehen wird und ob sie ins städtebauliche Umfeld passt.“

Auch hat sich mittlerweile herausgeschält, aus welchen Komponenten das Einkaufszentrum überhaupt bestehen soll. „Neben Edeka und dem Discounter wird es als zusätzlichen Laden lediglich eine Bäckerei-Verkaufsstelle geben“, verdeutlicht Linkens. Ganz bewusst wolle die Stadt davon absehen, Blumengeschäfte, Friseurläden oder einen Kiosk am neuen Standort anzusiedeln. „Dies würde eine Schwächung unseres Zentrums mit seinem Einzelhandel bedeuten. Das machen wir nicht.“

Überhaupt lege die Stadtspitze, wie Erster Bürger Dr. Willi Linkens betont, Wert darauf, sämtliche Argumente und Bedenken sorgsam zu berücksichtigen und abzuwägen. „Wir haben keinen Druck, wollen alles detailliert prüfen und werden die offenen Fragen klären.“ In „intensiven Gesprächen“ mit vielen Akteuren – etwa dem Gewerbeverband Baesweiler, der Kita und Bürgern – seien bereits die Grundzüge des Projekts vorgestellt und diskutiert worden. So auch mit dem Junggesellenverein Baesweiler, dessen Kirmes unmittelbar von den Veränderungen am Feuerwehrturm betroffen sein wird. Linkens: „Wir haben dem Junggesellenverein deutlich gemacht, dass die Kirmes durch den Bau des Einkaufszentrums nicht gefährdet sein wird. Sie muss da bleiben.“

Allen Beteiligten gerecht werden

Nicht nur aus diesem Grund ist es notwendig, die Fläche zwischen Volkspark, Peterstraße, Am Feuerwehrturm und Im Kirchwinkel so geschickt aufzuteilen, dass alle Beteiligten – und somit auch die Bürger – zufrieden sind. Das Einkaufszentrum soll in etwa dort errichtet werden, wo sich zurzeit noch die Kita, die Voliere und die Toilettenanlage befinden. Der Anlieferungsverkehr würde nach derzeitigem Planungsstand über eine neue Straße entlang der Seite zum Volkspark hin rollen. „Zu anwohnerfreundlichen Zeiten, die wir als Stadt festlegen können“, betont Linkens mit Blick auf Bürger, die eine erhöhte Lärmbelastung befürchten.

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