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Neues Baugebiet in Würselen geplant

Von: Georg Pinzek
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Die Kuppel der Pfarrkirche St. Sebastian ragt hinter den Bäumen hervor: Über die Ringstraße wird das Baugebiet erschlossen. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Es ist eine große private Grünfläche im Herzen der Innenstadt, ganz in der Nähe des Würselener „Doms“. Umschlossen wird das 2,16 Hektar große Areal von der Bebauung an Drischer Straße, Ringstraße und Sebastianusstraße. Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren Initiativen, daraus Bauland zu machen. Sie scheiterten allesamt.

Zuletzt hatte die Politik noch große Bedenken. Der Stadtentwicklungsausschuss stellte im Juni 2011 den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan zurück. Der Grund: Die Verantwortlichen hatten Sorge, dass die Vermarktung des gar nicht so weit entfernten Areals „Kapellenfeldchen“, des größten Baugebiets in der Stadtgeschichte, gefährdet werden könnte.

Die Fläche in der Nachbarschaft zum Medizinischen Zentrum, Marienhöhe, war zum Großteil bereits an Bauherrn verkauft, noch bevor die Baustraßen angelegt waren. Die Rohbauten schießen dort wie Pilze aus dem Boden. Da Bauland aber weiterhin in Würselen sehr gefragt ist, soll nun der Bebauungsplan 207 Drischer Straße, Ringstraße, Sebastianusstraße wieder aufgegriffen werden.

Nach Beratung im Ausschuss für Stadtentwicklung im März ist ein Vorentwurf etwas überarbeitet worden. Die CDU hatte darauf gedrängt, dass die Verdichtung der Bebauung reduziert werden müsse. Außerdem wurde gefordert, dass die Erschließung sowohl über die Ringstraße als auch über die Drischer Straße erfolgen soll.

Familienfreundliches Quartier

Zur Drischer Straße ist nun nicht nur eine Fußwegeverbindung, sondern eine Straßenanbindung vorgesehen, die allerdings nur 4,38 Meter breit und nicht für Begegnungsverkehr zum Beispiel mit Müllfahrzeugen geeignet ist. Im Zentrum des Planbereichs sind die Staffelgeschosse bei den dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern entfallen. Für die Diskothek sind 19 Stellplätze beziehungsweise Carports vorgesehen, die wie bisher von der Drischer Straße erschlossen sind. Weitere Stellplätze können laut Stadtverwaltung nicht verlangt werden, da die Diskothek alte Baugenehmigungen habe, für die nicht mehr Stellplätze nachzuweisen seien. Der Gestaltungsplan für das neue Baugebiet berücksichtige weitgehend den vorhandenen Baumbestand.

Geplant ist laut Initiatoren ein familienfreundliches Wohnquartier mit einem ergänzenden Angebot an barrierefreien Wohnraum. Insgesamt sind auf 24 Grundstücken Einfamilien- oder Doppelhäuser sowie vier bis sechs Stadtvillen mit 40 bis 50 Wohneinheiten vorgesehen. Das Konzept ermöglicht eine Erschließung der meisten Grundstücke von Norden beziehungsweise Osten, so dass die zugehörigen Gärten sich entsprechend in Süd- oder Westlage befinden. Östlich unmittelbar an die Ringerschließung angrenzend ist eine öffentlich genutzte Mehrgenerationen-Aufenthaltsfläche vorgesehen, so dass der hier bestehende schützenswerte Baum- und Gehölzbestand in das Konzept einbezogen wird und erhalten bleiben kann.

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