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Neues Baugebiet: Baesweiler soll wieder kräftig wachsen

Von: Stefan Schaum
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Noch reifen die Feldfrüchte, bald sollen hier Häuser stehen: Das Neubaugebiet „An Kloshaus“ ist ein gewaltiges Areal. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Bis die ersten Bagger anrollen, wird es noch eine Weile dauern. Doch die Arbeit, die auf sie wartet, könnte gewaltig sein. Ein neues Wohngebiet soll in Baesweiler erschlossen werden, und zwar auf richtig viel Platz.

Gut 18 Hektar sind es, die An Kloshaus – gleich am Ortseingang aus Richtung Alsdorf – bebaut werden sollen. „Hier entsteht fast ein komplett neues Dorf“, sagt Baesweilers Technischer Beigeordneter Peter Strauch.

Von der B 57 soll sich das Gebiet parallel zur Kapellenstraße in Richtung Bergehalde erstrecken. Die erforderlichen Vorarbeiten sind schon ein gutes Stück vorangeschritten. Zunächst hatte die Stadt mit der Kölner Bezirksregierung abgeklärt, ob der Regionalentwicklungsplan für den westlichen Siedlungsbereich der Stadt überhaupt noch Erweiterungsflächen vorsah. „Das war zum Glück der Fall“, sagt Strauch. Eine Änderung des Flächennutzungsplanes, der derzeit allein landwirtschaftliche Nutzung vorsieht, ist dafür vonnöten.

Im zweiten Schritt wurden die Eigentümer der Flächen – gut 30 Personen – mit ins Boot geholt. Die mussten vor allem überlegen, ob sie mit Aussicht auf einen steigenden Wert des Bodens – wenn er denn zu Bauland wird – in Vorleistung gehen wollen. Strauch: „Wir sind dazu übergegangen, dass die Kosten für die Erstellung eines Bebauungsplanverfahrens und die Erschließungskosten von den Grundstückseigentümern übernommen werden.“ Etwa drei Euo pro Quadratmeter fallen dafür an, überschlägt der Beigeordnete. Für diese Vorleistung bestehe allgemeine Bereitschaft. Auch der Boden wurde bereits untersucht. Nach dem Hinweis des EBV, dass sich in dem Gebiet Erdplatten verschoben haben könnten, wurde der Boden mittels „Rammkernsondierung“ an 18 Stellen geprüft. Ergebnis: keine Störung erkennbar.

Nun soll ein Planungsbüro die Struktur des Baugebietes skizzieren und bis Juni seinen Entwurf vorlegen. Selbst wenn die eigentliche Erschließung womöglich in drei Bauabschnitten angepackt wird, braucht man „bei so einer Dimension eine Planung aus einem Guss“. Erschließungsstraßen, Entwässerung, die Anbindung an die Siedlung-West, ökologische Ausgleichsflächen, die Lage von Spielplätzen – all das soll im Plan enthalten sein. Wird der abgenickt, könnte „optimistisch gerechnet ab Ende 2015 gebaut werden“, sagt Peter Strauch.

Damit dürfte Baesweiler kräftig wachsen: 250 bis 300 Häuser lassen sich auf der Fläche unterbringen, rund 1000 Einwohner mehr dürften am Ende der Bauphase – die insgesamt fünf bis zehn Jahre dauern könnte – dabei herauskommen. Fest steht schon jetzt, „dass das ein richtig dickes Projekt ist!“

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