Neuer Sport „Dirt-Bike“: Rasante Kurven und meterhohe Sprünge

Von: Stefan Schaum
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Abgehoben: Bisher übten manche Dirt-Biker sich auf dem CAP, was natürlich verboten war. Jetzt können sich richtig loslegen. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Für so manchen ist es bloß ein großer Haufen Dreck. Für andere ein aufregendes Sportareal. Die Dirt-Bike-Anlage hinter dem Wasserspielplatz an der Parkstraße bietet etliche Sprungschanzen und Abfahrten, die es in sich haben. Hier treffen sich vornehmlich Jungs mit ihren kleinen, robusten Fahrrädern. Den Dirt-Bikes, den „Drecksrädern“.

Wer sich traut und sich mindestens mit einem Sturzhelm schützt, kann hier richtig Tempo machen und durch die Kurven brettern, dass es nur so staubt. Das alles auf trockener Erde, denn auf diesem Gelände gibt es nichts anderes. Gut 250 Kubikmeter Erdreich wurden am Feldrand modelliert, damit der hügelige Rundkurs rasante Fahrten und meterhohe Sprünge erlaubt.

Zwar hatten dabei Profis der Firma „Camp Ramps“ das Kommando, aber auch die Dirt-Biker selbst haben mitgeholfen. Sie hatten ja auch die Idee zu der Anlage und liefen damit bei der Jungen Union in Baesweiler offene Türen ein. „Wir hatten schon seit längerem vor, Jugendlichen eine Anlage für einen Trendsport einzurichten“, sagt Vorsitzender Stefan Fassbinder, bei der offiziellen Eröffnung. Im Januar 2011 hatte die JU den Antrag gestellt und zunächst den Carl-Alexander-Park als Standort favorisiert. Weil das Gelände aber weitgehend Naturschutzgebiet ist, passten die Dirt-Bikes dort nicht hin.

Hinter der Parkstraße fand sich das passende Areal, und das wurde von den Jugendlichen bei einem Ortstermin Ende 2012 auch für geeignet befunden. So ist die Anlage auch eine kleine Lehrstunde in Sachen Demokratie. „Wir haben die Jugendlichen in den Prozess eingebunden und sie haben erlebt, wie man etwas bewegen kann“, sagt Bürgermeister Dr. Willi Linkens. 7600 Euro flossen in den Bau, die Hälfte des Geldes steuerte die Tourismusförderung der Städteregion Aachen bei. „So gesehen, ist die Anlage also auch ein neues touristisches Highlight unserer Stadt“, scherzt Linkens.

Vor allem ist sie ein Gelände, auf dem die Dirt-Biker kostenlos tun können, wozu sie Lust haben. Fahren und springen natürlich – aber auch zur Schaufel greifen und die Rampen so umgestalten, wie sie möchten. Dazu wird zunächst gegraben, dann kommt ein Schwung Wasser auf den neuen Hügel und das Ganze wird festgetreten. Die Fahrradreifen besorgen den Rest, damit alles stabil bleibt. Bei der Eröffnung zeigten gut 20 Fahrer, was sie drauf haben. Sprünge mit kompletter Drehung in der Luft – für Geübte ein Klacks. Das gab Applaus von den Politikern.

Sich für eine Proberunde selbst in den Sattel setzen mochte keiner von ihnen. Obwohl Hendrik Schmitz (CDU, MdL) durchaus Lust dazu gehabt hätte. Mit einem Skateboard kommt er nämlich gut zurecht. Aber diese hohen Rampen waren dann doch zu viel. So eine Anlage gibt es im Nordkreis übrigens nicht noch einmal. In Eschweiler schon, aber etwas kleiner. Insofern könnte Linkens Recht behalten: Die neue Dirt-Bike-Anlage könnte sich bei Sportlern zum touristischen Anziehungspunkt entwickeln.

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