Herzogenrath - Neue Taschen aus alten Planen sind Hingucker

Neue Taschen aus alten Planen sind Hingucker

Von: mabie
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Die „Mesh Täsch“ ist die Schnittstelle zwischen regionaler Mode und sinnvoller Weiterverwendung Herzogenrath. Ina Kramer kämpft ein wenig mit dem Stoff und auch ihre Kollegin Martina Bredohl hat etwas Schwierigkeiten, sich mit dem neuen Material anzuf Foto: Markus Bienwald
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Die „Mesh Täsch“ ist die Schnittstelle zwischen regionaler Mode und sinnvoller Weiterverwendung Herzogenrath. Ina Kramer kämpft ein wenig mit dem Stoff und auch ihre Kollegin Martina Bredohl hat etwas Schwierigkeiten, sich mit dem neuen Material anzuf Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Ina Kramer kämpft ein wenig mit dem Material und auch ihre Kollegin Martina Bredohl hat etwas Schwierigkeiten, sich mit dem neuen Stoff anzufreunden. Doch schließlich zählt, was am Ende herauskommt, und das ist bei der „Mesh Täsch“, dem jüngsten Produkt der „Schnittstelle“ in Merkstein, beeindruckend.

Denn hier entsteht aus dem, was sonst als bis zu 150 Quadratmeter großes Werbebanner beispielsweise auf Veranstaltungen hinweist, etwas Neues. Das Joint Venture zwischen dem Gebrauchtwarenkaufhaus Patchwork an der Kirchrather Straße und einem Aachener Werbeunternehmen entstand sehr schnell.

„Matthias Moll kam mit dem Produkt auf uns zu und wir entwickelten eine Idee, wie das, was sonst in der Tonne landet, sinnvoll weiterverwendet werden kann“, berichtet Wilfried Hammers vom gemeinnützigen Förderverein Arbeit, Umwelt und Kultur in der Region Aachen. Was in der Tonne landet, heißt in der Fachsprache Mesh und ist ein dichtes, dennoch winddurchlässiges und wetterfestes Gewebe, das in ähnlicher Form beispielsweise auch in hochwertigen Turnschuhen zum Einsatz kommt. „Es ist sehr langlebig, wird aber oft nur für sehr kurzfristige Werbemaßnahmen eingesetzt“, weiß Matthias Moll.

Auch Fehldrucke, die so nicht in der Öffentlichkeit genutzt werden können, werden dann schnell zu Müll. Um den Abfall zu vermeiden und aus dem regionalen Stoff etwas Sinnvolles zu machen, entschieden sich Ina Krämer und Martina Bredohl schnell, daraus beispielsweise Taschen zu nähen. „So kamen wir auch schnell auf den Namen ,Mesh Täsch‘, in Anlehnung an das Öcher Wort für Tasche“, schiebt Hammers nach. Ina und Martina waren eher beeindruckt vom Material, dass sich zwar im ersten Kontakt störrischer gibt als die Stoffe, die sonst in der ans Patchwork angeschlossenen Nähwerkstatt so verarbeitet werden, aber deutlich mehr Haltbarkeit bietet.

„Es lässt sich auch gut mit unseren Stoffen und Dingen aus zweiter Hand kombinieren“, weiß Martina Bredohl und ihre Kollegin lobt auch den Glanz. Aus der Sattlerarbeit, die manche Stücke erforderten, sind beeindruckende, schicke und modische Gebrauchsstücke geworden, die keinen Vergleich mit den aktuellen Kollektionen anderer Hersteller scheuen müssen.

So sind die Eigenschaften der Taschen vergleichbar mit denen von Produzenten, die beispielsweise aus Lkw-Planen, Sicherheitsgurten und Airbags ihre Taschen nähen. „Wir ergänzen das Ganze noch mit hochwertige Ballonseide, um beispielsweise Taschen zu füttern“, schließt Ina Krämer. Abgerundet durch gute Bedruckbarkeit und das einzigartige Design, dass nur dieses einmalige Stück Werbebanner zu bieten hat, entstehen so einzigartige und vielfältige Produkte. „Die Sachen sind auch noch nachhaltig“, ergänzt Hammers mit Blick auf Taschen, aber auch Tischsets, Handy-Hüllen, Körbe und weitere Designideen, die aus der „Mesh Täsch“ entstehen.

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