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Neue Ideen für das Leben im Alter

Von: Christoph Hahn
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Herzogenrath. „Silverliners”, Menschen, die zwar über 60 sind, aber noch aktiv (und nicht nur sportlich) am Leben Teil haben wollen: In fast jeder Marketing-Studie stehen sie als wichtige Gruppe weit vorne.

Auch Bürgermeister Christoph von den Driesch nehmen diese Senioren wichtig - nur stießen sie an Grenzen: Wohnen für Menschen im Rentenalter, die noch keine Pflege brauchen, sich diese Option aber offen halten wollen (so genanntes betreutes Wohnen): Das gab es bisher nur in Verbindung mit klassischen Wohn- und Pflegeheimen. In Herzogenrath aber gibt es in etwas mehr als einem Jahr das erste Wohnhaus speziell für Senioren in einer ganz normalen Siedlung - und zwar direkt am Rathaus: Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft für den Kreis Aachen (GWG) baut als Pionierprojekt in der künftigen Städteregion im Raderfeld ein Haus mit 22 Wohnungen errichten. Dabei sitzt noch ein weiterer Partner mit im Boot: Die Arbeiterwohlfahrt wird in dem von den Aachener Architekten Jochen Schmitges und Gerd Goebgens geplanten Gebäude an der Anne-Frank-Straße eine Tagespflege-Einrichtung und eine Sozialstation betreiben.

Die Bauarbeiten, so der Geschäftsführer der GWG, Dr. Axel Thomas, bei der Präsentation der Pläne, sollen auf dem rund 2 500 Quadratmeter großen Grundstück „im ersten Quartal 2010” beginnen. Anfang 2011 soll das Gebäude dann bezugsfertig sein. Selbstkritisch bemerkte Thomas zum Pionierprojekt: „Nur ein bis zwei Prozent unserer Wohnungen sind bisher Senioren-gerecht - da haben wir ein Defizit.” Warum das so ist, versucht Landrat Carl Meulenbergh als Aufsichtsratsvorsitzender der GWG zu erklären: „In den vergangenen Jahren haben wir uns vor allem damit beschäftigt, unseren Bestand zu modernisieren.” Immerhin habe die „Gemeinnützige” schon Erfahrungen beim Bauen für ganz bestimmte Alters- und Zielgruppen aufgetan: „Wir haben in diesem Gebiet auch schon einen Kindergarten gebaut”, ergänzt Meulenbergh mit Blick auf den Herzogenrather Ortsteil Bierstraß. Die Finanzen werden zu 50 Prozent durch öffentliche Mittel abgedeckt. Die andere Hälfte werden als Kredit aufgenommen

Der Bau des Hauses für betreutes Wohnen im Wohngebiet Raderfeld bringt bei einem Investitions-Volumen von mehr als drei Millionen Euro, so Architekt Schmitges, den möglichen Nutzern Wohnungen mit Zuschnitten von 45 (für Alleinstehende), 60 (für zwei Personen), 64 oder 75 Quadratmetern. Einen Erweiterung der geplanten 22 um noch einmal elf Wohneinheiten sei „eine Option”.

Schon lange vor dem ersten Spatenstich schwärmte Schmitges im Übrigen von den „Dachwohnungen mit prima Ausblick”. Barrierefreiheit sei hier oberstes Gebot und gelte im Übrigen auch für die Balkone. Ein ökologisches Plus stellt das Gebäude auch dar: Auf dem Dach werden Solarzellen angebracht.
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