Neue Caritas-Werkstatt feierlich in Betrieb genommen

Von: ehg
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Einweihung: Weihbischof Dr. Johannes Bündgens eröffnet den Neubau des Caritas Behindertenwerks in Würselen bei einem offiziellen Festakt. Foto: W. Sevenich
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Würselen. Einweihung Caritas Behindertenwerk Neubau in Würselen durch Weihbischof Dr. Johannes Bündgens. Foto: W.Sevenich

Würselen. Die neue Werkstätte der Caritas Behindertenwerk (CBW) GmbH an der Honigmannstraße 8 wurde jetzt offiziell in Betrieb genommen. „Arbeit macht das Leben reicher, auch das der behinderten Menschen“, segnete Weihbischof Dr. Johannes Bündens, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der CBW die Kreuze, die ihren Platz in den Räumen finden werden.

Aber auch alle, die dort ihrer Arbeit nachgehen werden, rund 140 Behinderte und Nichtbehinderte. Dass sie sich im Werk auf gleicher Augenhöhe begegnen möge, dafür betete der Bischof mit allen in der Mensa versammelten Festgästen.

CBW-Geschäftsführer Michael Doersch entbot ihnen voller Stolz auf das gelungene Projekt einen herzlichen Willkommensgruß. Dank sagte er allen, die der CBW bei der Realisierung zur Seite standen und die Arbeiten – bis auf eine Ausnahme – zur vollsten Zufriedenheit ausführten.

Heraus gesprungen sei dabei „eine hochmoderne professionelle Produktionsstätte, die sich sehr deutlich von den bisher gebauten Werkstätten unterscheidet. Dieses Gebäude könnte – so war es unser Wunsch – auch von einem rein wirtschaftlich tätigen Unternehmen genutzt werden.“ Bei drei seiner Mitarbeiter bedankte sich Doersch vor allem, bei Betriebsleiter Christof Stormanns, „der sich neben seinen üblichen Tätigkeiten auf der Baustelle um die großen und kleinen Dinge gekümmert hat“, bei seinem Technikverantwortlichen Werner Priwratsky, „der unermüdlich gemessen, kontrolliert und unterstützt hat“, und bei der guten Seele von Werk 3 gegenüber, Helga Hensche, „die viele Dinge mit Herzblut gemanagt hat“. Nach etwa sechs Monaten an der Honnigmannstraße 8 könne er (Doersch) feststellen, „dass sich alle hier Tätigen sehr, sehr wohl fühlen“. Das liege aber nicht nur an der tollen Arbeitsumgebung, sondern auch an der gelebten Dienstgemeinschaft, die mit Herz und Verstand hoch professionell ihre Arbeiten verrichtet.

Ausnahmslos positive Rückmeldungen über die abgelieferte Arbeit habe das Werk von offizieller Seite erhalten. „Unser Bestreben war es, Arbeiten und Wohlfühlen in Einklang zu bringen!“ erläuterte Architekt Oliver Blum die Konzeption des Werks. Dem entsprechend sei nicht nur das Innere, sondern auch das Außengelände gestaltet wurde. Kollege Andreas Gülpen: „Zahlreiche besondere Eigenschaften zeichnen das Gebäude aus.“ So wurde die Statik so angelegt, dass jederzeit Photovoltaik-Elemente auf das Dach installiert werden können.

Das Oberflächenwasser wird nicht in den Kanal geleitet, sondern kann umweltfreundlich über eine Rigole in den Boden versickern. Die größere Wärmeisolierung der Gebäudehülle minimiert in Verbindung mit einer modernen Heizungsanlage den Energieverbrauch. Zu etwa 60 Prozent werden Gebäude und Brauchwasser über eine Wärmepumpe geheizt. Völlig neu ist das Konzept des Reinraumes, zu dem auch Rollstuhlfahrer freien Zugang haben. Gülpen: „Regelmäßige Überwachungen des Reinraums bestätigen die hohe Qualität der Infrastruktur und der Produkte.“ Dabei handelt es sich überwiegend um Herzkatheter und sterile Spezialverpackungen. Außerdem befindet sich in der neuen Werkstatt in Würselen die Druckerei und ein großer Montage und Verpackungsbereich.

Grüße und Glückwünsche

Es sind auch mehrere Garten- und Landschaftspflegegruppen stationiert, die Grünanlagen und Gärten von Städten, Gemeinden, Unternehmen und Privatkunden anlegen und regelmäßig pflegen. Als Symbol für Wohlfühlen machten die beiden Architekten dem Werk eine Holzbank zum Geschenk. Allen Beschäftigten wünschten Vera Seidel von der Mitarbeitervertretung und Dieter Kegel vom Gesamt-Werkstattrat auch weiterhin viel Freude an der Arbeit am neuen Ort. „Was ist ein schönes Gebäude ohne Menschen, die darin leben und arbeiten, wert?“ gratulierte Bürgermeister Arno Nelles im Namen von Rat und Verwaltung. „Was hier geleistet wird, braucht sich nicht zu verstecken“, hielt er es für wichtig, dass die Arbeit mit und von Behinderten – wie es an der Honigmannstraße geschieht - in den Mittelpunkt der Gesellschaft gerückt wird.

„Hier wird eine qualitative Leistung vollbracht, die Ihresgleichen weit und breit sucht“, gratulierte Städteregionsrat Helmut Etschenberg. Die Arbeit in den beschützenden Werkstätten erhöhe die Lebensqualität von Menschen mit Handikap. Grüße und Glückwünsche des Landschaftsverbandes Rheinland überbrachte Fallmanagerin Claudia Hild-Jacobs.

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