Neue Broschüre soll bei Integration helfen

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Großes Interesse am städtischen Projekt: Der Technische Beigeordnete Peter Strauch und Bürgermeister Willi Linkens (v.l.) mit Baesweiler Bürgern. Foto: Lars Odenkirchen

Baesweiler. „Bildung und Sprache”, „Familie und Soziales” sowie „Kultur, Freizeit und Religion” hießen die Arbeitsgruppen, die vor fünf Monaten an die Arbeit gingen. Baesweiler Bürger, in Deutschland oder anderswo geboren, gingen gemeinsam daran, ein Integrationskonzept für die Stadt zu entwickeln.

„Baesweiler sind Wir!” heißt das 85 Punkte umfassende Ergebnis. „Teilweise sind diese sehr kurzfristig umsetzbar”, sagt Bülent Arslan, Leiter des moderierenden Instituts für interkulturelle Management- und Politikberatung (imap): „Das Konzept ist aber ein Masterplan. Viele Punkte können also erst über mehrere Jahre hinweg umgesetzt werden.”

Der Schwerpunkt liegt auf Bildung. Arslan: „Wir müssen es schaffen, dass wirklich alle Eltern ihre Kinder im Blick auf die Schule unterstützen und fördern.” Der städtische Beigeordnete Frank Brunner, der das Thema Integration zum Schwerpunkt erklärt hat, lobte vor allem das Engagement der Bürger: „Der Zuspruch war über die gesamten fünf Monate sehr groß.” Bürgermeister Dr. Willi Linkens bestätigte dies: „Die Beteiligung der Bürgerschaft war beispielhaft. Vor allem haben viele Mitbürger mit Migrationshintergrund mitgewirkt.”

Resultat der Bemühungen ist eine umfangreiche Broschüre, die nicht nur in den Rathäusern, sondern auch in Kulturvereinen, Moscheen und öffentlichen Gebäuden kostenlos erhältlich sein wird. Das zweisprachige Heft, von dem zunächst 700 Exemplare in türkischer und 300 in arabischer Sprache gedruckt wurden, informiert über Vereine, Angebote und Hilfestellen in der Stadt.

Arslan: „Wir wollen für Transparenz sorgen. Viele Bürger wissen gar nicht, welche Angebote es gibt oder wie sie Ansprechpartner finden können.” Die Broschüre informiert über alles - von Hausaufgabenhilfe über Verwaltungsadressen bis zu Sport- und Kulturangeboten. Auch das Integrationskonzept wird vorgestellt. Und dieses gilt es nun umzusetzen, wie Bürgermeister Linkens betonte: „Die Bereitschaft dazu scheint bei allen Beteiligten da zu sein.”

Im Schulterschluss mit „Sozialer Stadt Setterich”

Im Zusammenhang mit dem Projekt „Soziale Stadt” soll in Setterich-Nord schon bald mit der Umsetzung des Integrationsprojekts begonnen werden: Für April ist der Abriss der ehemaligen Supermarkt-Immobilie und der leer stehenden Tankstelle geplant, zum gleichen Zeitpunkt kann der Bau des Geschäftszentrums an der Schmiedstraße starten.

2010 sollen die Arbeiten am „Haus Setterich” beginnen, die Hauptstraße kann allerdings erst umgebaut werden, wenn der Bau der Umgehungsstraße abgeschlossen ist.
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