Würselen - Neubau der Gesamtschule in Würselen liegt im Zeitplan

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Neubau der Gesamtschule in Würselen liegt im Zeitplan

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Alles im grünen Bereich: Der Neubau der Gesamtschule läuft planmäßig Foto: Pressestelle Stadt Würselen

Würselen. Von weitem sieht man erstmal nur die großen Kräne auf der Baustelle der Gesamtschule Würselen, mit Hilfe derer in den vergangenen Wochen der Rohbau des ersten Bauabschnitts so gut wie fertig gestellt werden konnte. Davon überzeugte sich Bürgermeister Arno Nelles jetzt persönlich, als er gemeinsam mit Lothar Winkler, Architekt bei der Stadt Würselen und verantwortlich für das Neubauprojekt, die Baustelle besichtigte.

„Wir sind voll im Zeitplan“, bestätigen Arndt Theisgen, verantwortlicher Projektleiter auf der Baustelle, und Simon Holkenbrink, Projektleiter der Goldbeck Public Partner, dem Betreiber der Schule. Die Schule wird als ÖPP-Projekt errichtet, das Bauvolumen beträgt rund 25,8 Millionen Euro. Zum Schuljahr 2019/2020 soll der Unterricht am neuen Standort beginnen.

Schon jetzt hat sich einiges getan auf der Baustelle an der Krottstraße. Aktuell werden die letzten Fertigteile im Dachbereich des dreigeschossigen ersten „Riegels“ platziert und vergossen, so dass anschließend die Dachdeckerarbeiten durchgeführt werden können, um den Gebäudeteil regendicht zu machen.

Schwere Bauteile

Noch sind schwere Maschinen unterwegs, Bauteile werden auf riesigen Paletten angeliefert und die Kräne bewegen sich laufend. „Der aufgewirbelte Staub wird mit Wasser gebunden, um die Belästigung für die Anwohner möglichst gering zu halten“, erklärt Architekt Lothar Winkler.

„Bisher wurden fast ausschließlich Fertigteile verbaut“, erklärt Arndt Theisgen, „eine enorme Zeitersparnis im Gegensatz zur herkömmlichen Bauweise. Außerdem haben alle Bauteile gleiche Qualitäten, da im Werk konstante Temperaturen herrschen. Das können wir draußen auf der Baustelle sonst nicht garantieren.“ So werden Außenwandelemente einschließlich eingebauter Fenster und montierter Jalousien verbaut, fertige Treppenbauteile und auch die so genannten Rippendeckenteile, die Geschoss für Geschoss aufgelegt und vergossen werden.

Aber auch die genaueste Planung kann einen nicht vor Überraschungen schützen. „So haben wir unter einer alten Betonplatte im Boden beispielsweise einen Brunnen entdeckt, der zu allem Überfluss auch noch 20 Meter tief war und entsprechend verfüllt werden musste“, berichtet Lothar Winkler. Parallel zu diesem fast fertigen ersten Riegel erkennt man bereits die Bodenplatte des zweiten Riegels, in dem die Mensa und die Küche untergebracht werden. In diesem Bereich werden die tragenden Wände auf herkömmliche Weise errichtet.

Erdbebengebiet Aachen

„Das ist aus statischen Gründen im Einzugsbereich des Aachener Erdbebengebiets erforderlich“, erklärt Arndt Theisgen. „Dieser Riegel ist schmaler gebaut, da reichen Fertigteile als tragende Wände nicht aus.“ Beide Riegel werden baulich verbunden, so dass ein H-förmiger Komplex entsteht.

Bis Ende September wird der Rohbau fertig gestellt sein, was die Anwohner der Krottstraße deutlich spüren werden. Anschließend geht es mit dem Innenausbau weiter. „Bis zum nächsten Sommer werden natürlich weitere Lieferungen auf die Baustelle erfolgen, aber zumindest ist Schluss mit großen Baufahrzeugen“, erläutert Arndt Theisgen.

Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Errichtet werden 30 Klassenräume, 15 Differenzierungsräume, eine Mensa mit einer Größe von 360 Quadratmeter, eine Aula mit einer Größe von 240 Quadratmeter.

Versorgung mit Fernwärme

Die Versorgung erfolgt mit Fernwärme und einer Photovoltaikanlage. Die Bruttogeschossfläche beträgt 11424 Quadratmeter.

Informationen zum Neubau der Gesamtschule sind ständig aktuell zu finden unter wuerselen.de/gesamtschule.

 

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