Nemeth aus Afghanistan soll es einmal besser haben

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Menschen in Not brauchen Hilfe: Für die munteren Fünftklässler ist das keine Frage. Foto: C. Stenzel-Zenner

Würselen. „Als Schule gegen Rassismus setzen wir ein weiteres Zeichen. Wir zeigen Courage und spenden an das Kinderheim Maria im Tann 2000 Euro, damit Jugendliche Flüchtlinge sich das leisten können, was sie sich wünschen.“

Kay Frenken, Schülersprecher des Städtischen Gymnasiums, überreichte dem Geschäftsführer von Maria im Tann, Stefan Küpper, einen Scheck und schaute im Alten Rathaus während einer Feierstunde der 5. Klassen in ein strahlendes Gesicht. „Die Jugendlichen, die sich auf die Flucht begeben haben, sind alleine unterwegs, kommen in Aachen an und sprechen nicht mal unsere Sprache“, erzählte Stefan Küpper. „Diese Jugendlichen haben einen Anspruch auf Hilfe und Zuwendung und Bildung, denn in unserem Gesetz steht, dass alle Jugendlichen darauf Anspruch haben, nicht nur die deutschen“, erklärte der Geschäftsführer.

Nun sei für Essen und ein Bett gesorgt, versicherte Küpper, aber für mehr sei kein Geld da. „Gerade kam der 13-jährige Nemeth aus Afganisthan bei uns an“, berichtete Stefan Küpper. Als Ältester von sechs Kindern habe die Mutter ihn weggeschickt als der Vater getötet worden war, damit es Nemeth besser haben solle als der Rest der Familie. „Nemeth soll doch wieder ein bisschen Spaß am Leben haben. Dafür setzen wir euer Geld ein“, verriet Küpper, dass nicht nur Nemeth ein Wörterbuch bekomme, Kleidung für den Sportunterricht und möglicherweise auch eine Fußball-Ausrüstung.

Das Geld war beim Sponsored Run zusammengekommen. Die Schüler des Gymnasiums waren Runde um Runde durch Würselen gelaufen, um von Sponsoren am Ende Geld für ihre Leistung einzusammeln.

Und weil vom Sponsored Run 2012 noch Geld übrig war, durften auch die Eltern der Schüler bestimmen, an welche Organisation 1000 Euro gespendet werden. Die entschieden sich für den Bunten Kreis. „Wir helfen den Familien von schwerstkranken Kindern“, erzählte Monika Janssen, Geschäftsführerin des Bunten Kreises. Weil nur einen kleinen Teil des Gehaltes der Mitarbeiter die Krankenkasse zahle, der andere Teil über Spenden finanziert werde müsse, deshalb sei jede Spende für den Verein überlebenswichtig. Dazu haben die Eltern am Gymnasium nun auch ein Zeichen gesetzt.

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