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Nelles tritt schon 2014 wieder an

Von: Georg Pinzek
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Sieht sich auf einem guten Weg: Arno Nelles. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Auch Arno Nelles wird seine Amtszeit als Bürgermeister verkürzen und sich gemeinsam mit dem Stadtrat 2014 zur Wiederwahl stellen. In Alsdorf hatte sich bereits Alfred Sonders (SPD) ebenfalls dafür entschieden, während in Baesweiler Dr. Willi Linkens (CDU) seine komplette Amtszeit ausfüllen will.

Bereits am 12. Januar 2014 tritt Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch (CDU) erneut an, durch den Rücktritt seines Vorgängers Gerd Zimmermann war es in Roda zur Verschiebung der Wahlperiode gekommen.

Nun nutzt auch der Sozialdemokrat Nelles die von der rot-grünen Landesregierung in der Gemeindeordnung eingeräumte Option. Ziel ist es, von 2020 an die Wahlen der Stadträte und der Bürgermeister in ganz NRW wieder zusammenzuführen. Nelles begründete seinen Schritt: „Ich war immer ein erklärter Gegner der Trennung von Rats- und Bürgermeisterwahl.“ So hatte er wiederholt kritisiert: „Hierdurch provoziert man zunehmend Wählerverdruss, weil die Zahl der Wahlen wächst.

Gleichzeitig steigert man die Gefahr, dass Bürgermeister und Ratsmehrheit unterschiedliche Ziele verfolgen, weil sie verschiedenen politischen Lagern zuzuordnen sind.“ Positiv stellte Nelles hingegen heraus, dass in Würselen beim Kraftakt zur Bewältigung der Finanzprobleme eine Blockade im Rathaus nicht stattgefunden habe – ganz im Gegenteil. Der Bürgermeister brauche Unterstützung im Rat, und der Rat brauche eine Verwaltung, die die Entscheidung vorbereite und umsetze.

Nelles: „Alle Seiten haben eingesehen, dass wir zusammenarbeiten müssen. Das haben wir getan und auch dank engagierter Mitarbeiter in der Verwaltung viel auf den Weg gebracht. Jetzt sollte bei der anstehenden Wahl die Arbeit des Bürgermeisters und des Rates auch gemeinsam auf den Prüfstand gestellt werden.“

Bülles: „CDU ist vorbereitet.“

2009 sei er, so Nelles, angetreten, den Haushalt zu konsolidieren: „Ich bin froh, dass wir endlich einen Richtungswechsel eingeleitet haben und auf einem guten Weg sind. Wir sind aber noch lange nicht am Ziel. Dabei verlangen wir den Bürgern eine große Solidarität ab.“ So verwies Nelles beispielhaft auf Steuererhöhungen und Nutzungsgebühren für städtische Immobilien, die die Vereine zu leisten haben.

„Die nachhaltige Sanierung der Finanzen und die Entwicklung der Stadt mit Augenmaß braucht fortwährend die nötige Unterstützung der Menschen in Würselen.“ Arno Nelles: „Ich gehe optimistisch in die Wahl.“ Am 30. November wird die SPD den Kandidaten offiziell küren.

„Nur ein bisschen überrascht“ zeigte sich CDU-Stadtverbandsvorsitzender Hans-Josef Bülles über Nelles‘ Entschluss: „Wir mussten aber auch damit rechnen und sind auf diesen Fall vorbereitet.“ Namen wollte er indes nicht preis geben: „Da will ich den Gremien der Partei, die am 30. November entscheiden, nicht vorgreifen.“

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