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Naturspielgelände bietet bessere Chancen

Von: gp
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„Wir schaffen was und alle packen mit an”: Kita-Kinder und ihre Erzieherinnen mit Leiterin Daniela Gerards (l.) an der Spitze freuen sich auf die Umgestaltung des Außengeländes der Integrativen Kita in Euchen. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Ein schönes Naturspielgelände steht bei der Integrativen Kindertagesstätte Don Bosco in Euchen ganz weit oben auf der Wunschliste. Naturnah und kindgerecht soll die Außenanlage umgestaltet werden. Denn nur auf den ersten Blick sieht das Drumherum der Kita passabel aus.

„Bei genauerem Hinsehen bleiben viele Wünsche der Kinder offen”, sagt Leiterin Daniela Gerards.

Seit Sommer 2008 sei klar: „Wir möchten etwas ändern! Denn der Umgang mit und das Spielen in der Natur belebt und fordert alle Sinne.” Kinder, Eltern und Kita-Team feilten lange an den Plänen. „Einen Wald können wir nicht auf unser Außengelände zaubern, aber eine naturnahe Gestaltung. Daraus ergeben sich viele Spielmöglichkeiten und Lernchancen”, erklärt Daniela Gerards.

Von Natur aus seien Kinder in Bewegung. Es sei bekannt, dass frühkindliches Lernen zu großen Teilen über Bewegung und Wahrnehmung erfolge. Doch viele Kinder hätten zunehmend weniger Möglichkeiten, sich draußen und in der freien Natur aufzuhalten.

„Im Vergleich zu unseren Asphalt- und Pflasterböden bietet ein unebener Untergrund mit Schrägen und Hügeln viele motorische Herausforderungen. Gleichgewicht und Fuß-Augen-Koordination werden besonders angesprochen. Das Erklimmen von Bäumen, Hügeln und Baumstämmen fordert und fördert die Kinder - und macht Spaß. Der Umgang mit Wasser und Sand, Steinen und Blättern spricht ebenfalls viele Bereiche an. Hier werden auch das Erfassen von Mengen und die Wahrnehmung gefördert. Die Kinder lernen ihren Körper und ihre Fähigkeiten besser kennen und einschätzen. Selbstsicherheit und Selbstvertrauen können wachsen”, sagt Daniela Gerards.

Ein Außengelände, das für Kinder nicht nur vorgefertigte Spiele anbietet, rege besonders das kreative Spiel an. Die Kinder können Freiräume nutzen und experimentieren. Das integrative Miteinander werde gefördert, etwa beim gemeinsamen Bau einer Wasserstraße, jeder kann sich mit seinen Stärken und Fähigkeiten einbringen. Zudem entstünden durch Pflanzungen Möglichkeiten zum Rückzug.

Ein weiterer Grund für den Umbaus sei, dass die Kita seit 2008 auch Kinder ab dem 2. Lebensjahr betreue. Diese Kinder hätten andere Bedürfnisse als ältere Kinder. Daniela Gerards: „Wir möchten die Umgebung so gestalten, dass sie den Fähigkeiten und Bedürfnissen aller entspricht. Dies gilt auch für unsere Kinder mit Förderbedarf. Sie benötigen besondere Angebote, zum Beispiel eine behindertengerechte Schaukel.”

Im Vordergrund steht, dass ein naturnaher Erfahrungsraum geschaffen wird, der im Sinne der Integration das Miteinander zwischen Kindern mit und ohne Behinderung auch auf dem Außengelände fördert. Dazu sollen vorhandene Spielgeräte weiter genutzt werden, eventuell an idealere Orte versetzt. Es sollen neue Bewegungsflächen und Spielräume entstehen. Außerdem sollen Pflanzen und Sträucher umgesetzt und durch Hecken ergänzt werden. Die ersten Veränderungen sollen im Frühjahr beginnen. Getreu dem Kita-Motto „Gemeinsam sind wir stark” werden alle tatkräftig mit anfassen beim Abreißen, Umbauen, Pflanzen und Gestalten.
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