Baesweiler - Nach Diebstahl: Eine neue Glocke erklingt

Nach Diebstahl: Eine neue Glocke erklingt

Von: mas
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Glücklich über die neue Glocke: Priester Ferdi Bruckes (Mitte, weißes Hemd) und sein evangelischer Amtskollege Ulrich Schuster haben sie auf dem Settericher Friedhof eingesegnet. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Als Priester Ferdi Bruckes die Hände zur Segnung hob, war zu spüren: die Menschen sind erleichtert und froh. Gemeinsam mit seinem evangelischen Amtskollegen Pfarrer Ulrich Schuster hatte Bruckes die neue Glocke auf dem Settericher Friedhof geweiht. Und damit war auch für viele Tschippendorfer, die in Setterich ihr neues Zuhause gefunden haben, der Diebstahl der früheren Glocke halbwegs ausgestanden.

Entsetzen, Trauer und Wut hatte der dreiste Diebstahl seinerzeit in Setterich ausgelöst. Aber „dieser Anlass zeigt uns auch, dass wir in unserer Stadt zusammenhalten“, sprach Bürgermeister Willi Linkens anlässlich der Einweihung der neuen Totenglocke zu den Einwohnern.

Der kleine Festakt wurde von Beiträgen der Blasmusikkapelle „Siebenbürgen“ Setterich begleitet. Eingangs erinnerte Willi Linkens an den Diebstahl, bei dem die aus Tschippendorf mitgebrachte Glocke und die Kupferabdeckung des Glockenturm-Daches entwendet wurden. Unmittelbar danach ergriffen der Geschichtsverein Setterich, die Evangelische Kirchengemeinde Setterich-Siersdorf und die Katholische Pfarrgemeinde St. Marien Baesweiler die Initiative zur Beschaffung einer neuen Glocke. „Dieser Diebstahl hat viele Menschen, nicht nur in Setterich, sehr bewegt“, unterstrich Linkens. Daraus resultierte, dass schnell sehr viele Spender gefunden wurden. Darunter die Sparkasse Aachen und die VR-Bank Würselen, die ebenso „dicke“ Geldbeträge wie auch der Baesweiler Kirchenchor, die Blasmusikkapelle „Siebenbürgen“ und viele weitere Einzelspender beisteuerten.

Über 7000 Euro kamen zusammen, zudem arbeitete das Settericher Dachdeckerunternehmen Jürgen Lesche kostenlos, beschieferte das neue Dach und setzte den neuen Glockenstuhl. Neben weiteren Personen dankte Linkens auch dem Settericher Geschichtsverein und seinem Vorsitzenden Heinz-Josef Keutmann. Er hatte sich für die Neugestaltung der Glocke eingesetzt, die in einer Eifeler Gießerei gefertigt wurde. Darüber berichtete Keutmann in einem Kurzvortrag. „Für viele von uns war das ein sehr emotionales Ereignis“, berichtete Keutmann, als man die neue Glocke erstmals zu Gesicht bekam. Und als diese dann von Hans-Josef Hermanns zum Klingen gebracht wurde, lehnte sich eine Tschippendorferin an ihren Begleiter. Sie weinte offenbar vor Freude. So hat sich der Kreis nun geschlossen.

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