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MZ: Roboter verstärkt OP-Team

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Dr. Sylva Siegert, leitende Oberärztin, und Chefarzt Dr. Ion-Andrei Müller-Funogea von der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit dem neuen Kameraführungsroboter „Free Hand”. Foto: Krüsmann

Würselen. Ein Roboter verstärkt seit Kurzem das Operationsteam der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Medizinischen Zentrum (MZ) der Städteregion Aachen. Im Betriebsteil Marienhöhe setzen Dr. Ion-Andrei Müller-Funogea und seine Kollegen den neuen Kameraführungsroboter „Free Hand” in der Gynäkologie ein.

„Wir sind fasziniert von diesem innovativen Gerät aus Großbritannien, das dem Operateur als dritte Hand dient und die gesamte Kameraführung während der Operation übernimmt”, sagt der Chefarzt. Bei einer Fortbildung hatte er den Roboter erstmals ausprobiert und war sofort begeistert.

„Bisher musste ein Assistent über einen Zeitraum von zwei bis drei Stunden die Kamera mit ruhiger Hand bedienen. Das übernimmt nun der Roboter”, erklärt Müller-Funogea. Bei schweren Operationen im Bauchraum wie an Gebärmutter oder Eierstöcken verkürze die Weltneuheit die Operationszeit, verringere das Risiko von Komplikationen und verbessere so die Operationsqualität für Patient und Arzt.

Auch bei Eingriffen, bei denen es auf sehr feine Operationsschritte ankommt wie etwa Lymphknotenproben hilft der Roboter enorm. „Die winzige aber hochauflösende Optik wird in die Bauchhöhle geschoben und vom Operateur mit Headset und Pedal per Kopfbewegungen gesteuert”, erklärt Dr. Sylva Siegert, leitende Oberärztin der Klinik, welch großer Meilenstein die rund 25.000 Euro teure Anschaffung ist.

Siegert hat bereits rund 20 Operationen mit dem neuen Hilfsmittel erlebt und beschreibt das ruhige Kamerabild und die zusätzliche freie Hand als großen Vorteil.

In Deutschland nutzen bisher nur drei Krankenhäuser das „Free Hand System”, dort in der Chirurgie und Urologie. In der Gynäkologie und in Nordrhein-Westfalen ist das MZ Vorreiter.
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