Mysteriöse Abstraktion und Schriftzüge in grellem Pink

Von: Nina Krüsmann
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Wilde Welten: Künstler Peter Baader liebt abstrakte Bilder in grellen Farben. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. „Ein Bild soll Fragen aufwerfen, die der Künstler nicht beantwortet.” Dieses Motto hat Peter Baader seiner Kunst vorangestellt. Mit seiner aktuellen Einzelausstellung „Aura Workshop” ist der experimentierfreudige Künstler jetzt im Forum für Kunst und Kultur im Eurodebahnhof Herzogenrath zu Gast.

Tatsächlich ist es eine besondere Aura, die Baaders Werke umgibt und dem Betrachter ganz unterschiedliche An- und Einsichten ermöglicht.

„Dynamische Pinselstriche, sanfte und zugleich wilde Töne und mysteriöse Schriftzüge sind charakteristisch für Baaders großformatige Arbeiten”, sagte der Kölner Kunstkritiker Hans-Elmer Schmitz bei der Vernissage.

Die so genannten Oversize-Malereien - Leinwände mit einer Größe von zwei mal zwei Metern - bestehen aus mehreren Farbschichten. Baader: „Es ist nicht so, dass ich mit einem Werk eine bestimmte Idee verfolge. Ich beginne einfach, ohne lange über den ersten Pinselstrich nachzudenken.”

Da er Gegensätze liebt, sind die Farben nicht aufeinander abgestimmt. Grundfarben wie Weiß und Schwarz kontrastieren mit leuchtendem Rot oder sogar einem schrillen Neonpink. „Damit möchte ich den Betrachter in die Irre führen, ihn neugierig machen.”

Eben dieses Ziel verfolgen die Titel seiner Werke. Während die meisten Bilder namenlos bleiben, stechen Werke wie „Itsybitsy” oder „Ludmilla Bebop” besonders hervor. „Baaders Bilder sind eine spontane emotionale Äußerung, keine geplante rationale Entscheidung”, betonte Hans-Elmer Schmitz.

Dennoch finden sich hin und wieder rationale, geometrische Elemente. „Die Werke sind abstrakt und überhaupt nicht figurativ. Es passiert aber, dass man zwischen den aufgespritzten Linien, flächigen Flecken und gemalten Balken meint, einen Horizont zu erkennen”, sagte der Kunstexperte.

Für diese imaginären Landschaften mit Tiefenwirkung benutzt Baader Acryl, Öl, Lack und Graffiti. „Baaders Bilder erzählen die Geschichte ihrer spannungsvollen Entstehung. Jede durchscheinende Schicht ist eine Episode.”

1965 in Bergisch Gladbach geboren, lebt und arbeitet Baader heute in Köln. „Wie die meisten der Künstler, die bei uns ausstellen, ist Baader ein akademisch ausgebildeter Künstler mit hervorragenden Referenzen”, betonte Professor Dr. Fritz G. Rohde, Leiter des Forums für Kunst und Kultur, bei der Eröffnung der Ausstellung.

Baader studierte von 1988 bis 1991 an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, danach von 1992 bis 1995 an der Kunstakademie Düsseldorf. Verschiedene Preise sowie Einzel- und Gruppenausstellungen von Köln bis Palma de Mallorca kennzeichnen den Weg des kreativen Kölners.

Neben raumfüllenden Leinwänden finden sich in seiner aktuellen Werkschau auch 18x24 Zentimeter große Bilder auf Leinwand und Papier. Dabei handelt es sich um Ausschnitte, so genannte „Cut-Outs”, aus großen Werken. Baader: „Diese Bruchstücke entstehen bei der kreativen Arbeit im Atelier nebenbei und haben ihre ganz besondere Ausdruckskraft.”

Die Ausstellung „Aura Workshop ” ist bis zum 23. Mai dienstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr im Eurodebahnhof zu sehen.

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