„Muhabbed“ erlebt besonderes Konzert in Merkstein

Von: mabie
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Dem Idol „Muhabbet“ ganz nah – auch mit der Handykamera. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Schon seltsam: Da ist ein Star in der Stadt, der schon vor tausenden Fans in Arenen aufgetreten ist – und fast niemand weiß es. Immerhin hatte es sich unter den Fans herumgesprochen. Und so war es am Freitagabend im „Streiffelder Hof“ ein besonderes Event, als Sänger „Muhabbet“ ein exklusives Konzert gab.

Auf den Weg gebracht wurde dieser Auftritt nach einem großen Konzert des deutsch-türkischen Stars. „Da hat er uns den Termin ganz spontan zugesagt“, erinnert sich Janine Moinzadeh vom Team des „Streiffelder Hofs“. Für den 1984 geborenen Künstler war es wie früher. „Das schmeckt nach Anfangszeit“, sagt der Mann, der eigentlich Murat Ersen heißt, kurz vor dem Auftritt. Das diese Anfangzeit mit vielen Anfeindungen verknüpft war, sieht er locker. „Ich bin ein Asi“, sagt er mit einem Augenzwinkern – denn so ganz ernst nimmt er das Image nicht, das ihm oft gerne verpasst wird. „Mir ist egal, was alles geschrieben wird,.Ich bin einfach echt.“

Anschuldigungen, er habe vor einigen Jahren ein paar Menschen den Tod an den Hals gewünscht, habe er längst in die Kiste mit schlechten Erfahrungen gepackt. Hier, in dem kleinen Saal ist er nur der Sänger, nur der Muhabbet. „Ich habe mich damals ganz bewusst für das Singen entschieden, weil ich keine Lust mehr auf Rappen hatte.“ Das ist auch genau das, was seine Fans an ihm mögen. „Er kann gut singen, sieht gut aus und scheint ein sehr netter Typ zu sein“, sagt Dilara Özdemir, die an diesem Abend in Begleitung von Derya Özdemir, Melissa Memisoglu und Elif Güdek in den „Streiffelder Hof“ gekommen ist. „Er hat ganz viele romantische Lieder“, schwärmt Melissa.

Hübsch gemacht haben sich alle an diesem Abend: Hohe Absätze und vornehmlich schwarze Kleidung bei den Damen, hier und da ein schicker Hut bei den Jungs. Dann ist es soweit: Zwar hebt sich kein Vorhang, aber die ersten Töne von Muhabbets Hit „Sie liegt in meinen Armen“ erklingen und Muhabbet zeigt sich unter großem Jubel am Mikroständer. Zeitgleich mit dem Kreischen des vorwiegend weiblichen Publikums werden Mobiltelefone in die Luft gehoben. Hier wird fleißig gefilmt. Muhabbet singt seinen von ihm als „R’n’Besk“ bezeichneten Stil, der gekonnt Elemente des R’n’B mit arabischen Klängen mischt. Auf Deutsch und Türkisch kommen die Songs des gebürtigen Kölners beim Publikum an. Sie sind wohl auch ein Spiegelbild des Lebens seiner Fans, die Deutsch und Türkisch leben, denken und fühlen. Und auch wenn der Sänger seiner Zielgruppe an diesem Abend altersmäßig schon ein wenig entwachsen scheint, macht es ihm Spaß, hier zu sein „Ich habe das Gefühl, ich habe schon für Eure Eltern gesungen“, sagt er auf der Bühne.

Auch die Jungs im Publikum singen mit, meist in der hinteren Reih. Sie wollen einfach nur dabei sein, genießen die Musik, wollen aber sonst eher wenig verraten über sich und ihre Beweggründe, diese Musik zu hören. „Das ist romantisch“, sagt einer. „Ich bin nunmal der geborene Charmeur, da muss das einfach sein.“

Muhabbed hat kein Problem damit, dass an diesem Abend nicht tausend Fans vor ihm stehen, sondern deutlich weniger. Es scheint so, als sei das einer seiner ersten Auftritte. Was ihm sehr gefällt. Und man merkt gleich, dass er sein Publikum stets im Griff hat und der Funke gleich überspringt. Schließlich bedeutet sein Künstlername nichts anderes als „entspannte, angenehme Kommunikation“. Eine solche hatten die Gäste, denn nach den ersten Kreischattacken ist im Streiffelder Hof mitsingen bis in die Puppen angesagt. Und so mancher holt sich dann noch schnell ein Autogramm von Muhabbet. Denn wann hat man schon einen Superstar so dicht vor sich?

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