Müll verstopft die Wasserrinne

Von: ehg
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Damit die Brunnenanlage auf dem Markt bei den Betriebskosten kein Fass ohne Boden wird: Die Wasserrinne muss mit einem zusätzlichen Absetzschacht ausgerüstet werden. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Die Wasserrinne auf dem Markt ist seit der Fertigstellung im Jahre 2008 ein Sorgenkind. Wegen starker Verschmutzung mussten nicht nur die Säuberungs- und Reinigungsintervalle gegenüber den Ansätzen erhöht werden.

Im Nachgang musste auch ein zusätzliches Sieb im Überlauf zwischen Absetzschacht und Speicherschacht montiert werden. Es soll verhindern, dass der Unrat in den Speicherschacht gelangt und die Pumpe verschmutzt. Auch die Pumpe hat zwischenzeitlich einen großvolumigen Abfangkorb erhalten.

An Zuschüsse gebunden

Doch reichen alle diese Maßnahmen noch nicht aus: Je nach Witterung kommt es an Wochenenden vor, dass Wasser durch den Notüberlauf des Absetzschachtes in die Kanalisation läuft, weil die Verschmutzung groß ist.

Da war erneut der Bauausschuss gefordert, in dessen Sitzung der Einbau eines zusätzlichen Absetzschachtes zwischen dem Rinnenablauf und dem bestehenden Absetzschacht zur Diskussion stand. Vorgeschlagen worden war diese 9000 Euro teure Maßnahme von der KDW (Kommunale Dienstleistungsbetriebe Würselen), die für die Reinigung der Wasserrinne verantwortlich zeichnet. Sie verspricht sich davon eine erhebliche Erleichterung im Rahmen der Unterhaltung.

Dass zusätzlich Geld in die Hand genommen werden muss, führte CDU-Sprecher Balthasar Tirtey auf die mutwillige Verschmutzung der Rinne zurück. Er beklagte an dieser Stelle das fehlende Engagement der Bürger, die allzu oft wegschauten, wenn öffentliche Einrichtungen mutwillig beschädigt würden.

Die Verantwortung für die Mängel schob SPD-Sprecher Karl-Heinz Viehoff dem Planer in die Schuhe. Es sollte geprüft werden, ob Regressansprüche angemeldet werden könnten. Wegen der zusätzlichen Kosten auf das „Plätschern” ganz zu verzichten, dafür plädierte UWG-Sprecher Theo Scherberich. FPD-Sprecherin Elisabeth Hovestadt riet, erst zu prüfen, ob die Kosten für den Unterhalt der Rinne in Zukunft überhaupt noch finanzierbar seien, zumal es sich, wie ihr Technischer Beigeordneter Till von Hoegen bestätigte, um eine freiwillige Ausgabe handele.

3000 Euro jährlich einsparen

Erst als von der Verwaltung klar gestellt wurde, dass die Vergabe der Fördermittel des Landes 20 Jahre lang an die funktionierende Rinne gebunden sei, drängte SPD-Sprecher Frank Zimmer darauf, „den Sachverhalt zu akzeptieren”.

Schließlich wurde gegen die Stimmen der UWG und der FDP der entsprechende Beschluss gefasst. Das kleine Trostpflaster: Es können gemäß KDW-Berechnungen nach Einbau des zusätzlichen Absetzschachtes mindestens 3000 Euro bei der Unterhaltung pro Jahr eingespart werden.
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