Herzogenrath - „Montagsgespräch spezial“ zu Heiligtumsfahrt und Reliquien

Weltmeisterschaft Weltmeister WM Pokal Russland Fifa DFB Nationalmannschaft

„Montagsgespräch spezial“ zu Heiligtumsfahrt und Reliquien

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
8130259.jpg
Extra aus Rom angereist: Schritsteller Martin Mosebach (l.) im Gespräch Pfarrer Dr. Guido Rodheudt. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Ein „Montagsgespräch spezial: der geerdete Himmel. Über die Stofflichkeit des Glaubens“ beleuchtete die Aachener Heiligtumsfahrt. Der Schriftsteller und Büchner-Preisträger Martin Mosebach sprach zum Abschluss der zehntägigen Wallfahrt auf Einladung von Pfarrer Dr. Guido Rodheudt.

Eigens von Rom kam Mosebach, zurzeit Stipendiat der Villa Massimo der Deutschen Akademie und Preisträger des bedeutendsten deutschen Literaturpreis, des Georg-Büchner-Preises, nach Herzogenrath. Er referierte über die Bedeutung der Reliquien für den Glauben an den leibgewordenen Gott. Beeindruckend war, wie tief berührt sich Mosebach selbst von seiner allerersten Begegnung mit den Aachener Reliquien zeigte: „Dieses Erlebnis hat bei mir Spuren hinterlassen, die ich entsprechend aufarbeiten werde.“

Und weiter: „Die heiligen Tücher – das Kleid der Mutter Gottes, die Windeln und das Lendentuch Jesu Christi und das Enthauptungstuch Johannes des Täufers – geben uns Kunde von der Realität der Menschwerdung Gottes. Materielle Überreste – Reliquien –, die mit dem Himmel in der Person des Erlösers, Seiner heiligen Mutter und des heiligen Johannes in Berührung kamen, waren über Jahrhunderte Anziehungspunkt für Pilger aus aller Welt. Die Tücher, die bei der Heiligtumsfahrt gezeigt werden, beanspruchen für sich, bei historischen Momenten der Heilsgeschichte dabei gewesen zu sein. Sie sind stumme Zeugen dafür, dass Gott diese Erde betreten hat und greifbar gemacht hat. Sie bekunden: der menschgewordene Gott ist nicht ein Produkt unserer Fantasie, sondern real.“

„Dies lässt mich still werden und staunen, wenn ich im Dom den Tüchern gegenüberstehe. Und es stärkt meinen Glauben. So wie ich es auch bei Pilgern beobachten konnte, die mit großem Ernst und keineswegs bloß aus Neugierde die Tücher besucht haben. Sie waren berührt und buchstäblich bewegt von dieser materiellen Nähe zu Gott“, beschreibt Rodheudt. Augenscheinlich rücke die Frage nach der Echtheit der Reliquien immer mehr in den Hintergrund. „Mir ist bislang auch noch kein Argument begegnet, weshalb ich nicht an ihre Echtheit glauben sollte. Die lange Verehrungsgeschichte spricht dafür“, erklärt Rodheudt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert