Würselen - Möbelkette erwirbt Praktiker-Immobilie am Aachener Kreuz

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Möbelkette erwirbt Praktiker-Immobilie am Aachener Kreuz

Von: Georg Pinzek
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Die Baumarktkette Praktiker meldete vor einem Jahr Insolvenz an: Die leerstehende Immobilie an der Adenauer Straße hat die XXXL-Gruppe übernommen. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Die leerstehende Praktiker-Immobilie im Gewerbepark Aachener Kreuz wechselt den Besitzer. Den Markt mit einer Verkaufsfläche von etwa 10.000 Quadratmetern hat die Möbelkette XXXLutz vom Insolvenzverwalter optional erworben.

Perfekt wird das Immobiliengeschäft dem Vernehmen aber erst dann, wenn der Möbelhandel an der Adenauer Straße 9-11 zugelassen wird. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. „Ich kann bestätigen, dass wir den Standort in Würselen übernommen haben“, erklärte Julian Viering, Pressesprecher der XXXL-Unternehmensgruppe auf Anfrage unserer Zeitung. Und weiter: „Wir sind im Gespräch mit der Stadt.“ Mehr dazu wolle das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Der Technische Beigeordnete Till von Hoegen bestätigte wiederum, dass Vertreter eines großen Möbelhandelsunternehmens im Rathaus vorstellig geworden seien. Da die Ansiedlung von überregionaler Bedeutung sei, müsste sie in jedem Fall mit den Nachbarkommunen und der Bezirksregierung abgesprochen werden. Till von Hoegen: „Die abschließende Entscheidung ist dann natürlich Sache der Politik.“

Die Städteregion Aachen und die Kommunen haben sich seit 2007 auf das gemeinsame Einzelhandelskonzept „Strikt“ verständigt, das als Grundlage für die Entwicklung und Ansiedlung des großflächigen Einzelhandels dient. Geschützt werden soll besonders der Handel in den Innenstädten. So wurde festgelegt, dass ab einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern ein interkommunal abgestimmtes Prüfverfahren bei einer Ansiedlung in die Wege geleitet wird.

Das Gewerbegebiet Aachener Kreuz ist regionaler Möbelstandort, der von der Industrie- und Handelskammer und den Nachbarkommunen anerkannt ist. Im Einzelhandelskonzept „Strikt“ wird das auch so hervorgehoben, aber zur Ausweisung von zusätzlichen Verkaufsflächen im Möbelsortiment ist ein regionaler Konsens vorgeschrieben. Die Verkaufsflächen für zentren- und nahversorgungsrelevante Sortimente sind für das Gewerbegebiet Aachener Kreuz auf insgesamt 5400 Quadratmeter beschränkt.

Einstimmig hatten sich die Städteregion und die Kommunen im Rahmen deTelefon„Strikt“-Verfahrens 2009 bei der Bezirksregierung dafür ausgesprochen, dass Wohnwelt Pallen die Verkaufsfläche um 8200 Quadratmeter auf insgesamt 46.700 Quadratmeter erweitern durfte. 2010 wurde der Bebauungsplan entsprechend angepasst.

Vor etwa zehn Jahren hatte es um den Möbelstandort Aachener Kreuz eine kontroverse Debatte gegeben. Porta hatte im Würselener Gewerbegebiet (heute Standort Bauhaus) einen Neubau geplant, der aber von der Stadt aus Furcht vor einem ruinösen Verdrängungswettbewerb in der Möbelbranche nicht genehmigt wurde. Schließlich baute Porta direkt vor den Würselener Stadttoren an der Krefelder Straße in Aachen seine Filiale mit über 35.000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Im Würselener Stadtgebiet sind aktuell über 62.670 Quadratmeter Verkaufsflächen für den Möbelhandel ausgewiesen, davon 8420 in der Innenstadt. Der Jahresumsatz wird laut „Strikt“-Konzept mit 85,9 Millionen Euro angegeben. In Aachen sind es 73.334 Quadratmeter Verkaufsflächen für Möbel. Der Jahresumsatz wird für diese Flächen mit 95,4 Millionen Euro beziffert.

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