Würselen - Modernes Bühnenspiel mit klassischem Text

Modernes Bühnenspiel mit klassischem Text

Von: mabie
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„Die Leiden des jungen Schiller“: Das Stück bringen die jungen Ensemblemitglieder vom Euregio-Kolleg Würselen an drei Tagen auf die Bühne. Foto: Markus Bienwald

Würselen. Was schreibt der Kerl denn da dauernd? Ach, das ist ja der Schiller! So oder ähnlich könnte es manchem Gast bei der kommenden Premiere des Theaterstücks „Die Leiden des jungen Schiller“ am Euregio-Kolleg am Freitag, 14. März, um 19 Uhr im Forum des Kollegs an der Friedrichstraße 72 gehen.

Dabei ist die Geschichte eine mehr als gelungene Mischung aus modernem Bühnenspiel und klassischem Text. Denn unter der Leitung von Sylvia Sayer-Marx hat sich der Literaturkurs an die Bearbeitung des Jugendstücks „Fritz – A German Hero“ von Peter Paul Zahl gemacht.

Eine fesselnde Collage

Herausgekommen ist eine Hommage an die Dichtkunst der „Jungen Wilden“ vergangener Zeiten, der zu Schillers Lebzeiten üblichen Verhältnisse von höfischer Zucht und Ordnung und dem Aufstehen gegen das Establishment. Inhaltlich wird die Zeit von Schillers Jugendjahren an der Hohen Carlsschule des Herzogs Carl Eugen von Württemberg dargestellt. Dort leidet der junge Fritz unter hartem militärischem Drill, so dass sich in ihm früh ein großer Freiheitsdrang und die heimliche Leidenschaft für das Schreiben als künstlerisches Ventil für seine Leiden entwickeln. Mit seinen Freunden Wilhelm von Hoven und Friedrich von Scharffenstein gründet er den „Dichterclub“ und der Grundstein für eine fesselnde Collage aus biografischen Elementen, Spielszenen in moderner Sprache und Ausschnitten aus Schillers „Kabale und Liebe“ und „Die Räuber“ gelegt.

Faszinierend ist dabei auch der dramaturgisch interessante Einsatz der Live-Musik, die beispielsweise eine Harfe als raumfüllendes Klangelement zur Trennung zwischen dichterischem Ergebnis und der erlebten Härte der militärischen Ausbildung zu hören ist. „Gleichzeitig haben wir unseren Abiturienten mit der Integration von ‚Kabale und Liebe‘ den Gefallen getan, den Stoff, der Teil des Zentralabiturs ist, hier auf eine andere Art und Weise kennenzulernen“, betont Leiterin Sylvia Sayer-Marx.

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