Mittelstandsvereinigung: Wirtschaftspreis für wichtigen Pionier

Von: Stefan Schaum
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Lob für einen „Mann voller innovativer Ideen“: Den Wirtschaftspreis der MIT Baesweiler haben Vorsitzender Dr. Franz Josef Wedemeyer (l.) sowie der MIT Landesvorsitzende Hendrik Wüst (MdL, r.) an Dr. Siegfried Strämke überreicht. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Ohne Wachstum geht es bei der Wirtschaft nicht. Das wurde oft und gern betont beim Festabend der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU Baesweiler. Und ein Mann, der solches Wachstum in Baesweiler beispielhaft verkörpert, stand dabei im Mittelpunkt: Dr.-Ing. Siegfried Strämke, Gründer des Unternehmens Eltro.

„Einer wie er ist einfach ein Glücksfall für unsere Stadt“, betonte Bürgermeister Dr. Willi Linkens in seiner Laudatio auf den zweiten Träger des MIT-Wirtschaftspreises.

Womöglich sähe es im Gewerbegebiet heute ganz anders aus, wenn sich die von Siegfried Strämke 1980 gegründete Firma 1986 dort nicht als eine der ersten niedergelassen hätte. „Sie waren Pionier und Multiplikator. Mit so einem Vorzeigeunternehmen kann man auch andere anlocken“, sagte Linkens. Und stets sei der heute 70-jährige Strämke jemand gewesen, der interessierten Firmen von seinen „guten Erfahrungen in Baesweiler“ berichtet habe. „Es ist beeindruckend zu sehen, welch guten Ruf ihr Unternehmen in Fachkreisen genießt“, sagte Linkens.

Wachstum hat es reichlich gegeben in dem Unternehmen, das sich auf die Oberflächenveredlung mit Plasmatechnologie spezialisiert hat, und zudem im Anlagenbau tätig ist. Mehrere Tochterfirmen wurden im Lauf der 28 Jahre in Baesweiler gegründet, mit Siegfried Strämkes Kindern Marc Strämke und Kirsten Baston sind dort bereits Geschäftsführer der zweiten Generation an Bord. Linkens: „Hier stehen die Zeichen auf Zukunft, Sie bieten vielen Bürgern sichere Arbeitsplätze.“ Rund 100 können es sein, wenn die derzeit errichtete Fertigungshalle – auf einer Fläche von weiteren 7.000 Quadratmetern – fertig ist.

Bei solchem Tatendrang sei es kein Wunder, „dass unsere Wahl auf Sie gefallen ist“, schickte Dr. Franz Josef Wedemeyer, Vorsitzender der MIT-Baesweiler, in Richtung des Preisträgers. „Sie sind einer von denen, die entscheidend dazu beigetragen haben, dass unsere Stadt nach dem Ende des Bergbaus das werden konnte, was sie heute ist.“

Ein Gesicht geben

Solchen Pionieren müsse auch durch Preise ein Gesicht gegeben werden, sagte der MIT-Landesvorsitzende Hendrik Wüst, der der Feierstunde in der Burg Baesweiler beiwohnte. Da das Unternehmertum nicht allerorts ein positives Image genieße, „muss man immer wieder zeigen, dass das Leute wie du und ich sind. Menschen, die mit Herzblut für ihre Sache stehen und dadurch auch andere voranbringen“. Dazu müssen allerdings auch die Voraussetzungen stimmen, sagte er. „Im Landesentwicklungsplan will die rot-grüne Koalition in NRW ein Flächennullwachstum vorschreiben – doch das wäre Gift für jede wirtschaftliche Entwicklung.“

Wo keine neuen Flächen erschlossen werden können, können Firmen schwerlich wachsen, mahnte der CDU-Abgeordnete, dem sein Baesweiler Landtagskollege Hendrik Schmitz nur zustimmen konnte. „Unternehmergeist wird in unserer Gesellschaft viel zu wenig gewürdigt“, sagte Schmitz. So beeindruckend die Lebensleistung von Menschen wie Siegfried Strämke ganz individuell sei, so fundamental seien ihre Unternehmen für die Gesellschaft als Ganzes. „Sie sind ein besonderes Vorbild – und deshalb ist es wichtig, dass die MIT sie in den Mittelpunkt stellt.“

Der Geehrte selbst gab sich in seiner Dankesrede dann vor allem kritisch. „Am Mittelstand wird ganz kräftig gesägt. Es gibt einfach zu viele Auflagen, die hierzulande erfüllt werden müssen.“ Ganz allgemein erwarte er von der Politik „keine Sonntagsreden, sondern mehr Beistand“. Den Preis allerdings nehme er gerne an, wie er sagte. „Und zwar stellvertretend für die vielen Mittelständler, die sich jeden Tag aufs Neue abkämpfen müssen.“

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