Mittelspannungsnetz: Großprojekt auf zehn Kilometern

Von: Stefan Klassen
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Arbeiten für das neue Mittelspannungsnetz an der Max-Planck-Straße: Bis Ende September soll das Projekt abgeschlossen sein. Foto: Stefan Klassen

Nordkreis. In Baesweiler haben es viele Bürger bereits hinter sich, nun geht es in Alsdorf los: In den nächsten Monaten wird es auf den Straßen in Schaufenberg, Hoengen und Mariadorf vielerorts so aussehen wie derzeit an der Max-Planck-Straße oder der Carl-Zeiss-Straße: Rot-weiße Absperrungen, so weit das Auge reicht, Bagger und Bauarbeiter prägen das Bild.

Und mittendrin die Elektrizitätsprofis der Regionetz, die sich um den Ausbau und Betrieb der Strom- und Erdgasleitungen in den Stadtgebieten von Baesweiler und Alsdorf kümmert. Ihr Auftrag: Der Ausbau des im Boden liegenden Mittelspannungsnetzes, so dass die Spannung demnächst von 10.000 auf 20.000 Volt erhöht werden kann.

Vier Baufirmen parallel im Einsatz

„Das ist ein riesiges Projekt“, sagt Regionetz-Sachgebietsleiter Konrad Neyer, bei dem die Fäden des großangelegten Netzausbau-Projekts zusammenlaufen. Damit dieses in einem für die Anwohner halbwegs verträglichen Rahmen abläuft, hat die Regionetz GmbH – eine 100-prozentige Tochter des regionalen Energieversorgers EWV – zurzeit vier Baufirmen parallel im Einsatz. „Um alles so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen“, wie Neyer betont.

Bis Ende September sollen stattliche zehn Kilometer neues – und dickeres – Stromkabel in die Erde gebracht werden. Deshalb sind laut Neyer Behinderungen auf den Gehwegen oder Halteverbote für Verkehrsteilnehmer auf den Straßen nicht immer zu vermeiden. Um allzu große Verkehrsprobleme zu vermeiden, soll an den großen Kreuzungen das Aufreißen der Straße ganz vermieden werden, indem Bohrspülungen eingesetzt werden.

Das aktuelle Großprojekt ist laut Neyer der letzte Schritt von vielen, mit denen das Stromnetz im Stadtgebiet Alsdorf fit für die Zukunft gemacht wird. Bereits in den vergangenen Jahren waren zahlreiche Teile des Netzes punktuell erneuert und darüber hinaus vielerorts Trafos getauscht sowie Schaltanlagen auf den neuesten Stand gebracht worden. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Stromnetz „besser belastbar sein als bisher“, wie Experte Konrad Neyer betont. Besonders die wachsenden Gewerbe- und Industriegebiete wie in Schaufenberg und Hoengen machten einen Ausbau erforderlich.

Hinzu kommt laut Neyer: „Im Zuge der Energiewende werden auch in unserer Region mehr Windräder, Photovoltaikanlagen oder Blockheizkraftwerke gebaut. Der umweltfreundliche Strom muss allerdings auch in das Netz eingespeist werden.“ Und auch in den Haushalten sei die Belastung mehr und mehr gestiegen. Letztlich, so betont Neyer, sei deshalb ein Ausbau des Mittelspannungsnetzes unverzichtbar gewesen. „Ansonsten wäre irgendwann die Grenze erreicht worden.“

Solch ein Kollaps ist nun bald auch in Alsdorf, Hoengen und Mariadorf kein Thema mehr. Neyer: „Mit dem Maßnahmenpaket sorgen wir dafür, dass die Energieversorgung sicher und stabil bleibt.“

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