Radarfallen Blitzen Freisteller

Mit Tempo-30-Zone Brennpunkt „Am Kaiser“ entschärfen

Von: ehg
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Würselen. Während die Polizei „Am Kaiser“ in Bardenberg blitzte, ging der Ausschuss für Stadtentwicklung im Sitzungssaal des Rathauses der Frage nach, wie die Raser gebremst werden können.

Den Anstoß zu dem, wie sich herausstellte, juristisch schwierigen Unterfangen hatte ein Antrag der SPD-Fraktion gegeben, der nachträglich kurz vor der Wahl noch auf die Tagesordnung gesetzt worden war. In ihm machte sie sich zum „Anwalt“ von 200 Anwohnern, die sich in einer schriftlichen Eingabe an den Bürgermeister massiv zu Wort gemeldet hatten. Vor Einstieg in die Tagesordnung veranschaulichte der Anwohner Wilhelm Müller das Problem von der Empore aus. Und forderte, wie von der SPD-Fraktion beantragt, die Einführung einer Tempo-30-Zone.

„Was anderswo geht, geht in Würselen nicht“, ließ SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Küppers Dampf ab, weil die Verwaltung den Antrag negativ beschieden hatte. Dabei hatte diese sich nach den gesetzlichen Vorgaben gerichtet. Er führte dem Ausschuss vor Augen, welche Gefahren vor allem für Schulkinder, die morgens und mittags die Straße queren müssen, ausgesetzt sind. Dass die Anwohner ein Recht auf Nachtruhe hätten, unterstrich er außerdem. Mit Küppers stimmten die Sprecher auch aller übrigen Fraktionen darin überein, dass geeignete Maßnahmen gegen die dortige Raserei eingeleitet werden müssten.

Zu bedenken gab CDU-Sprecher Balthasar Tirtey unterdessen, dass es keinen Sinn mache, die Einführung einer Tempo-30-Zone gegen die gesetzlichen Vorgaben zu beschließen, den der Bürgermeister anschließend beanstanden müsse. Aus dem Dilemma heraus verhalf vorerst 1. Beigeordneter Werner Birmanns dem Ausschuss. Er versicherte, den Sachverhalt noch einmal „wohlwollend“ prüfen zu wollen. Wenn sich dabei eine Möglichkeit für eine geeignete Maßnahme ergeben sollte, werde er ihm diese zur Beschlussfassung unterbreiten. In der Hoffnung, dass schon bald etwas – außer Kontrollen – gegen die Raserei „Am Kaiser“ unternommen werden kann, erteilte der Ausschuss der Verwaltung einen Auftrag.

Zur Sprache gebracht wurden von Anwohnern von der Empore im Ratssaal aus auch die verkehrlichen Verhältnisse an der Mühlenwegstraße. Der nicht unerhebliche Schleichverkehr zwischen Bardenberg und Kohlscheid ist auch der Verwaltung schon länger ein Dorn im Auge. Auf Vorschlag des 1. Beigeordneten soll bei einem Ortstermin mit den Anwohnern ein neuer Anlauf zur Reduzierung der Verkehre auf dieser Straße genommen werden. Dabei soll die Stadt Herzogenrath bei der Lösung des Problems mit einbezogen werden.

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