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Mit roten Schirmen für gleichen Lohn

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
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Aufmerksamkeit, mehr Bewusstsein und Veränderung: Das sind Forderungen, die für Gabriele Allmann, Geschäftsführerin des Vereins „FrauenKomm.Gleis1”, Birgit Kuballa, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herzogenrath und Andrea Hilger, Beauftragte für Chancengleichheit der Bundesagentur für Arbeit (v.r.), Priorität haben.
Saft und Infos für Zuggäste: Am Eurodebahnhof verteilten die Frauen mit vollen Händen - und wurden bei ihrer Aktion von vielen Passanten unterstützt.

Herzogenrath. „Der Tenor in der Gesellschaft ist, dass die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen erreicht worden sei - aber das ist de facto nicht so!”, sagt Birgit Kuballa, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herzogenrath.

Besonders bei den Löhnen sind die Unterschiede „nicht tragbar”, sagt Gabriele Allmann, Geschäftsführerin des Frauenkommunikationszentrums „FrauenKomm.Gleis1”. Der „Equal Pay Day” ist vor drei Jahren vom Verein „Business and Professional Women” (BPW) initiiert worden. Jedes Jahr findet er an einem anderen Tag statt, berechnet danach, wie lange eine Frau in Deutschland mehr arbeiten muss, um das gleiche zu verdienen wie ein Mann mit der gleichen Qualifikation in der gleichen Position und den gleichen Aufgaben.

Gemeinsam mit der Beauftragten für Chancengleichheit der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Hilger, der Gleichstellungsstelle der Stadt und dem Frauennetzwerk Aachen veranstaltete der BPW zum „Equal Pay Day” eine „gehaltvolle” Aktion.

Unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Herzogenrather Vize-Bürgermeisterinnen Marie-Theres Sobczyk und Anne Fink lautete das Motto „Lasst uns nicht im Regen stehen”.

Mit zerschnittenen roten Schirmen hatten sich die Frauen auf Gleis 1 des Eurodebahnhofs versammelt und verteilten Info-Material an die Passanten. Saft gab es auch - allerdings in nur zu 77 Prozent gefüllten Bechern. Schließlich bekommen Frauen in Deutschland im Vergleich zu Männern 23 Prozent weniger Gehalt.

„Und das, obwohl sie mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser ausgebildet sind”, kennt Andrea Hilger viele Fälle, speziell im Bereich der Akademiker. Gründe seien oft fadenscheinig, etwa vermeintlich höhere Kreativität des Mannes oder die Betreuung wichtigerer Kunden. „Doch letztlich ist das vorgeschoben”, sagt Hilger.
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