Alsdorf - Mit Nachdruck den Kunstrasen eingefordert

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Mit Nachdruck den Kunstrasen eingefordert

Von: rp
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Hohe Ehrung für Peter Büttgen: Helmut Brief, Vorsitzender des Kreis-Spielausschusses (3.v.r.) überreichte die DFB-Verdienstnadel in Gold an den Vorsitzenden von Eintracht Warden, Peter Büttgen. Foto: Wolfgang Sevenich

Alsdorf. Im Mittelpunkt des programmreichen Sommerfestes des VfL Eintracht Warden im Clubhaus „Siegbert Braun” standen die Verbands- und Vereinsehrungen verdienter Mitglieder. Vorsitzender Peter Büttgen hieß eine Reihe von Ehrengästen willkommen, unter ihnen der Vize-Bürgermeister Heinrich Plum sowie Helmut Brief vom Vorstand des Kreisfußballkreises Aachen.

Dann setzte sich Büttgen hart mit einem von der FDP Alsdorf an die Wardener Bevölkerung verteilten Rundbrief auseinander. Hierin befasst sich die FDP mit dem 2007 vom Stadtrat einstimmig gefassten Beschluss, die Sportstätte in Warden mit einem Kunstrasen zu bestücken. Hierfür soll die Sportstätte Begau verkauft und aus einem Teil des Verkaufserlöses die Kunstrasenfläche auf dem Wardener Sportplatz angelegt werden.

Wegen der Wirtschaftskrise und der katastrophalen Haushaltslage der Stadt sieht die FDP dieses Vorhaben jetzt jedoch als gefährdet. Die Stadt Alsdorf verzeichne in drei Jahren ein Defizit von rund 75 Millionen Euro. Deswegen sei kaum mit einer Genehmigung seitens der Aufsichtsbehörde zu rechnen, folge der Vorschlag, dass die Eintracht durch eigene Vereinsinitiative die bisherige Sportstätte für einige Jahre herrichte, bis ein Kunstrasenplatz aus finanziellen Mitteln der Stadt erstellt werden kann. Als Ausweichsportanlage könnte die Sportstätte Begau dienen.

Büttgen wies diesen Vorschlag der FDP mit großer Empörung zurück, weil er den einstimmigen Ratsbeschluss auf den Kopf stelle. Er bat die anwesenden Ratsmitglieder, weiter an ihrem Beschluss festzuhalten, denn der jetzige Sportplatz könne nicht mehr saniert, die inzwischen vorhandene „Betonfläche” höchstens noch angestrichen werden. Der Vorsitzende verwies auf die Betreuung von drei Seniorenmannschaften und rund 200 Jugendlichen. Denen biete der Verein eine soziale und sportliche Heimat.

„Trauriges Phänomen”

Dann zeichnete Büttgen Willi Wings mit der goldenen Vereinsnadel mit Brillanten aus und wies auf seine Verdienste um die Erweiterung und den Ausbau des Sportheims hin. Mit der Verbandsnadel in Silber des Fußballverbandes Mittelrhein zeichnete Helmut Brief dann Peter Beckers, Vinko Bilic, Francesco Ramos, Michael Kutz und Willi Büttgen aus.

Dann gab es noch eine besondere Ehrung durch den Fußballkreis Aachen: Brief verlieh dem Vorsitzenden Peter Büttgen wegen seiner Verdienste die DFB-Verdienstnadel. Büttgen habe zahlreiche Ämter in einigen Jahrzehnten bei der Eintracht bekleidet und sei als Ehrenvorsitzender seit einem Jahr wieder Vorsitzender des Vereins. Zudem bekleide er seit 1998 das schwierige Amt des Vorsitzenden der Kreisspruchkammer.

Hier verwies Brief auf die traurige Entwicklung auf den Sportplätzen: Es gebe immer mehr Leute, denen es weniger um den Sport als um die „Nebengeräusche” gehe. Sie nähmen den Fußballplatz zum Anlass, Aggressionen zu entladen. „Sie schädigen den Gegner, den Schiedsrichter, die Zuschauer oder sogar den eigenen Mannschaftskollegen.

Ein trauriges Phänomen, dass in der jüngeren Vergangenheit immer häufiger zu beklagen ist”, sagte Brief. Peter Büttgen und die Kreisspruchkammer hätten es sich zur Aufgabe gemacht, diese Probleme zu beseitigen. Dem offiziellen Teil schloss sich noch ein langer und fröhlicher Dämmerschoppen im Clubheim an.
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