Alsdorf - „Mit Mozart gegen Gewalt”: Zuhörer erleben imposantes Konzert

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„Mit Mozart gegen Gewalt”: Zuhörer erleben imposantes Konzert

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
Wie ein Gesamtkunstwerk: Chor
Wie ein Gesamtkunstwerk: Chor und Instrumentalisten sorgten für ein Konzerterlebnis auf ganz hohem Niveau. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Ein Chordirektor wie Günther Kerkhoffs kann nicht nur das, was sein Titel verspricht, sondern aus Orchestermusikern und Sängern einen imposanten Gesamtklang schmieden.

Diesen Eindruck jedenfalls vermittelte das Konzert „Mit Mozart gegen Gewalt”, das im Zuge der Aktionswoche „Alsdorf bekennt Farbe” in der St.-Castor-Kirche stattfand. Unter Kerkhoffs zupackender Leitung verbanden sich die Mitglieder des Städtischen Chors und des Jugendchors mit ihren Kollegen vom Schaufenberger Kirchenchor, einigen Gastsängern und Solisten sowie den Instrumentalisten des Kammerorchesters Dieter Beißel und dem Organisten Ewald Schwiers zu einem imposanten Gesamtkunstwerk, das auf die Zuhörer große Anziehungskraft ausübte.

Festlich und elegant

Das war schon vor Beginn des Konzerts zu spüren, denn schon eine halbe Stunde vor Beginn war auf den Bänken des Gotteshauses kaum noch ein Platz zu finden. Erwartungsfroh waren Musikfreunde aus dem gesamten Nordkreis hier zusammengeströmt - und sie wurden nicht einen Takt lang enttäuscht.

Schon die einleitende Sinfonie in A-Dur, von Mozart in seinen Salzburger Jugendjahren zwischen März 1773 und Mai 1774 aufs Notenpapier gesetzt, hüllte das Publikum in ebenso festliche wie elegante Klänge, wobei sowohl die Tempi als auch der Gesamtklang gut poliert wirkten.

Das „Münchner Kyrie”, das sich anschloss, wirkte mit seinem ausgesprochenen breitwandigen und prächtigen Erscheinungsbild wie eine Vorahnung des sich anschließenden Hauptwerks, der auch als „Waisenhausmesse” bekannten Missa Solemnis. Chorpassagen, Soli (hierfür sorgten Tatjana Kronau, Sopran, Martina van Westen, Alt, Walter Drees, Tenor, und Dr. Christian Brülls, Bass) und Duette beeindruckten nicht nur durch den gut abgestimmten Wechsel von nach vorne drängenden und intimen Stimmungen, sondern auch durch leuchtende Farbigkeit und eine ausgeprägte innere Zugkraft. Besonders das Crucifixus im Credo verriet des Chordirektors Sinn für zündende theatralische Effekte.

Kurzum: Es war ein Konzert, das auch anspruchsvolle Gemüter zufriedenstellen konnte, ein Abend mit nur wenigen Ecken und Kanten. Dass es reichlich herzlichen Beifall gab, verwundert da noch kaum und dokumentiert, wie sehr vor allem die ausführenden Chöre im öffentlichen Leben ihrer Stadt verankert sind.

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