Mit dem weltgrößten Kuchen in Rotkreuz-Form ins Guinness Buch

Von: Stefan Schaum
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Noch übt sie nur: Schon bald will DRK-Ehrenamtlerin Ellen Hansen aber den weltgrößten Rotkreuz-Kuchen backen. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Haufenweise Mehl wird Ellen Hansen brauchen, jede Menge Zucker und einen ordentlichen Berg Eier. Schließlich will sie nicht bloß einen kleinen Kuchen backen, sondern einen, der das richtige Format hat für das „Guinness Buch der Rekorde“. Genauer: den weltgrößten Kuchen in Rotkreuz-Form!

Ein würdiges Backwerk soll anlässlich des 150-jährigen Jubiläums entstehen, das die Hilfsorganisation in diesem Jahr bundesweit feiert. In Alsdorf haben die Ehrenamtler um Bereitschaftsleiterin Hansen einige pfiffige Ideen parat.

„Für uns ist das eine ideale Gelegenheit, noch mal auf all die Stärken des DRK aufmerksam zu machen“, sagt Hansen. Dabei geht es ihr gar nicht mal um die Organisationsstruktur oder um die Fahrzeugflotte für die Lebensrettung. Es geht ihr um die Helfer, um jeden einzelnen davon. „Die Ehrenamtler sind es, die den Verband so stark machen.“ Dass es davon immer auch mehr geben könnte, versteht sich. Weshalb sie das 150-Jährige gern als Plattform für die Mitgliederwerbung nutzen möchte. Ganz gezielt will sie dazu auf potenzielle Kandidaten zugehen – und zwar mit dem Kaffeebecher in der Hand.

Kaffee für die Pendler

Am Mittwoch, 8. Mai, müssen ihre Mitstreiter dazu früh aufstehen. „Wir wollen um sechs Uhr am Bussammelplatz und an der Euregiobahn-Haltestelle an der Bahnhofstraße stehen und jedem Fahrgast Kaffee spendieren“, sagt Hansen. Die Logistik dafür hat sie zur Verfügung: Die mobile Küche des Ortsverbandes hat auch Thermobehälter zu bieten, in die locker 50 Liter Kaffee hineinpassen. Eine originelle Aktion. „So was braucht man heute“, sagt Hansen, die einige Erfahrung im Bemühen hat, Nachwuchs zu mobilisieren.

„Man muss die Sprache der Jugend sprechen, um sie für ein Ehrenamt überhaupt noch zu begeistern.“ Am anderen Ende sieht es nicht anders aus: „Auch die Senioren fehlen mir. Ich hätte einige Aufgaben für Leute, die rüstig sind und ihre Zeit sinnvoll nutzen möchten.“ Das nun landauf landab Aktionen zum Jubiläum die Aufmerksamkeit auf das DRK lenken, spielt ihr in die Karten, hofft sie. Gut 60 Helfer hat das DRK in Alsdorf derzeit, davon ein harter Kern von 15, 20 Menschen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit parat stehen.

Damit das so bleibt, soll auch der Backofen angeworfen werden. Wobei: gut sechs Meter Durchmesser soll der kreuzförmige Kuchen haben, den Hansen am Samstag, 3. August, anlässlich des Blutspendetages in der Stadthalle (10 bis 18 Uhr) gegenüber auf dem Denkmalplatz anschneiden möchte. „Ich bin fleißig auf Sponsorensuche und bräuchte noch einen Bäcker mit einem richtig großen Ofen.“ Dass sie den finden wird, glaubt sie. Das ist ja überhaupt ihr Markenzeichen: sich hartnäckig einzusetzen für die Hilfe. Es ist ihr schon oft gelungen. „Die Zahl der Blutspender stagniert derzeit, das ist schon gut.“ Vorm Sinken hat sie sie durch fleißiges Werben bewahrt. „Jetzt muss es wieder nach oben gehen!“

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