Würselen - MGV Linden-Neusen mit „Meldodien zum Genießen“

MGV Linden-Neusen mit „Meldodien zum Genießen“

Von: ehg
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„Melodien zum Genießen“: Das war das Motto in der Alten Klosterkirche Broich beim Konzert des MGV Linden-Neusen 1856. Foto: W.Sevenich

Würselen. Melodien zum Genießen hat der Männergesangverein Linden-Neusen in Kooperation mit dem Männerchor Alsdorf und der Frauenchor „Vocale Unisono“ aus Olpe (Sauerland) bei dessen Konzert in der Klosterkirche in Broich geboten.

Auf hohem Niveau überzeugten beide Chöre unter ihren Dirigenten Chordirektor ADC Heinz Dickmeis und Maurizio Quaremba ihr Publikum mit einem facettenreichen Querschnitt der nationalen und internationalen Chorliteratur.

Als Solisten meisterten Tenor Siegfried Palm, der auch durch das Programm führte, und Bass Egon Doersch ihre Partie mit Bravour. Vorsitzender August Rössner begrüßte neben dem weiblichen Meisterchor Bürgermeister Arno Nelles, die Stellvertretende Leiterin des Heilig-Geist-Gymnasiums, Maria Förster, Pater Friedrich Siegers und den Vorsitzenden des Chorverbandes NRW, Region Aachen, Wilfried Leisten.

Mit anspruchsvollen geistlichen Liedern stieß der rund 40-köpfige Männerchor die Tür zu einem abwechslungsreichen hochkarätigen Programm auf. Einen starken Lobgesang auf die Erhabenheit Gottes stimmte er bei „Der 150. Psalm“ von August Kubizek an. Die Mutter Gottes kam beim Lied „Im Dorf“ von Bernhard Weber zu höchsten Ehren. Im „Credo“ des zeitgenössischen Komponisten Willi Heinrichs fand das Bekenntnis an den einen Gott seinen musikalischen Ausdruck.

Der stimmgewaltige Frauenchor knüpfte nahtlos dort an, wo der Männerchor aufgehört hatte. Bereits mit dem „Ahi, senza te“ von Giovanni Gabriel siedelte er die gesangliche Messlatte hoch an. Nicht minder war es beim „Im Erdenraum“ von Joseph Rheinberger und beim „Exultate, jubilate“ von Ola Gjeilo. Der Kirchenraum hallte von ihren – vielleicht etwas zu lautstarken – Gesängen wider.

Dennoch: Die Konzertbesucher waren hellauf begeistert und freuten sich auf mehr. Zuvor erschloss der Männerchor seinem Publikum mit drei Ohrwürmern in der Originalsprache die russische Volksseele. „Kol slaven nas“ (Ich bete an die Macht der Liebe), dirigiert von Erwin Krönchen und begleitet vom Heinz Dickmeis am Flügel, durfte genauso wenig fehlen wie „Die Zwölf Räuber“. Eine weitere Seite russischen Liedgutes schlug der Chor auf hohem Niveau mit dem Lied „Amin“ des rheinischen Komponisten Quirin Rische an.

Bekannt mit einem der bedeutendsten Komponisten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Johann Brahms, machte der Frauenchor, als er mehrstimmig dessen lyrische Lieder „Ich fahr dahin“ und „Gang zur Liebsten“ anstimmte. Als Kontrast dazu dann das schwedische Volkslied „Uti Var hage“ von H. Alfvén. Ein weiterer Beweis für das breite Spektrum, das die Sängerinnen aus dem Sauerland mit ihrem Repertoire abdeckten. Viel Beifall gab es für die Wiedergabe deutscher traditioneller Volkslieder, wie „Muss i denn“, „Als wir jüngst in Regensburg waren“ und „Horch, was kommt von draußen rein“.

Schließlich stellten die elf Sängerinnen auch noch ihre Klasse beim Gospel- und Popgesang unter Beweis. Begeistert waren die Zuschauer von „Joshua fight de battle of Jericho“, „Chattanooga choo choo“ und von Irving Berlins „Steppin ‚Out With My Baby“ entgegen.

Der Frauenchor war ein weiteres Mal zu Höchstform aufgelaufen. Aber auch der Männerchor überraschte mit Stücken, wie sie nicht häufig dargeboten werden. Ausgefallen war sein „Tri Sulara“, eine dalmatinische Volksweise von Willi Heinrichs. Aber auch „Fein sein, bei‘nander bleib‘n“ und „Morgen will mein Schatz verreisen“ waren ganz nach dem Geschmack des Publikums. Ein Ohrenschmaus war am Ende noch „Die falsche Pepita“ von A. Müller, Luft- und Seitensprünge einer Tänzerin zogen am geistigen Auge vorbei.

Mit „Kein schöner Land in dieser Zeit“ verabschiedeten sich die beiden Chöre von ihrem begeisterten Publikum, das sich gerne gesanglich einbeziehen ließ.

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