Messdiener sammeln im Rahmen der 72-Stunden-Aktion Geld für die Tafel

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Gemeinsam für die gute Sache: Mit einer pfiffigen Idee haben Würselens Messdiener eine stattliche Summe gesammelt. Vorsitzender Jürgen Hohlfeld (l.) freut sich über die Spende. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen. „Diese Spende schickt uns der Himmel”, sagte Jürgen Hohlfeld, Vorstand der Würselener Tafel. 1000 Euro hatten 62 Messdiener der fünf Würselener Pfarren - St. Marien, St. Pius, St. Balbina, St. Peter und Paul sowie St. Sebastian - mit einer pfiffigen Idee gesammelt: Die Jugendlichen hatten Kuchen gebacken und die süßen Köstlichkeiten nach den Gottesdiensten verkauft.

Diese Aktion war Teil des 72-Stunden-Projektes, das vom Bistum Aachen Kinder und Jugendliche animierte, die Welt ein wenig besser zu machen. Das Vorbereitungsteam für Würselen, Kaplan Tran, Gemeindereferent Michael Loogen und Jugendreferent Buddy Paggen, hatte unter anderem Aktionen zum Thema „60 Jahre Verfassung” geplant.

Warum dieses Thema? „Angesichts beunruhigender Entwicklungen von antidemokratischen Tendenzen und wachsender Bereitschaft zur Gewalt wollten wir das Thema aufarbeiten”, erzählte Kaplan Tran während der Spendenübergabe.

Da war es den backenden Messdienern schnell klar, dass sie - angelehnt an das Motto - 60 Kuchen backen wollten. Außerdem sollte das eingenommene Geld für Bedürftige in Würselen eingesetzt werden. „Als wir von der Würselener Tafel erfuhren, die sowohl den Kindern, die eingeschult werden, als auch denen, die auf eine weiterführende Schule wechseln, mit dem notwendigen Schulmaterial versorgen wollen, wussten wir, wen wir unterstützen”, erzählte Kaplan Tran.

„Dieses Geld ist wunderbar”, sagte Jürgen Hohlfeld, der erklärte, dass die Kosten für eine Erstausstattung der Grundschüler bei 185 Euro liegen. Mehr als 25 Kinder von Tafel-Kunden der Würselener Tafel werden eingeschult. „Man soll nicht schon am ersten Schultag am Schulranzen erkennen, wie viel die Eltern verdienen”, wünschte sich Hohlfeld. „Bei uns gibt es keine Bildungsgleichheit. Bildung ist aber sehr wichtig, um in die Gesellschaft integriert zu werden”, kommentierte Kaplan Tran.

Damit einige Kindern nicht schon wegen Äußerlichkeiten einen schlechten Schulstart haben, setzt sich nun die Würselener Tafel für eine gute Schulausstattung ein.

Weitere Spenden dringend gebraucht

Weil die gespendeten 1000 Euro sehr wichtig, aber nicht ausreichend sind, freut sich die Würselener Tafel über weitere Spenden: VR-Bank Würselen, Konto 118 115 015, BLZ 391 629 80, Stichwort „Schulanfang”
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