Herzogenrath - Merksteiner Naturfreunde: Einsatz für Frieden und Völkerverständigung

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Merksteiner Naturfreunde: Einsatz für Frieden und Völkerverständigung

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Werfen sich den Ball zu und ho
Werfen sich den Ball zu und hoffen auf viele Besucher beim gemeinsamen Fest: Lothar Bildhauer und Bruno Barth (v.l.) von den Naturfreunden sowie Marlies Wefers und Herbert Schmerz (r.) von der Projektgruppe Ma-labon und Dritte Welt. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Herzogenrath. „Wir feiern zusammen, weil es eine Win-win-Situation für uns beide ist.” Bruno Barth, stellvertretender Vorsitzender der Naturfreunde Herzogenrath-Merkstein, freut sich auf das Sommerfest am Samstag, 25. August.

Dann wird das 4200 Quadratmeter große Gelände an der Comeniusstraße 9 auch mit Hilfe der Projektgruppe Malabon und Dritte Welt in ein buntes Festgelände verwandelt. „Wir wünschen uns ein Fest mit vielen Gästen”, sagt Herbert Schmerz, Vorsitzender der Projektgruppe Malabon. So wird das Volksmusikorchester Merkstein mit beliebten Melodien unterhalten, „Da Capo” aus Frelenberg spielt und singt Evergreens, Jasmine Gonzaga und Rafael aus Baesweiler singen philippinische Volksweisen und eine philippinische Volkstanzgruppe in traditionellen Kostümen wartet mit Tänzen auf, unter anderem dem Tinikling, bei dem sich die Tänzer zwischen zwei Bambusstangen bewegen, die rhythmisch abwechselnd auf den Boden und gegeneinander geschlagen werden. „Natürlich gibt es auch philippinische Spezialitäten und Leckeres vom Grill”, kündigt Lothar Bildhauer, Vorsitzender der Naturfreunde, an.

Und es gibt ausführliche Informationen zu den Malabon-Projekten: Schon seit 25 Jahren setzen sich die nunmehr 56 Mitglieder der Projektgruppe für arme Menschen ein, fördern nachhaltige Hilfsprojekte. „Malabon ist ein Symbol für weltweites anonymes Elend”, erklärt Herbert Schmerz. Malabon City gehört zu Manila, der Hauptstadt der Philippinen. Unzureichende Hygiene, Armut, Obdachlosigkeit und Analphabetentum kennzeichnen die Slums in diesem mit über 300.000 Einwohnern dicht besiedelten Teil von Manila. Im Zentrum des Malabon-Projekts liegen die gesundheitliche Versorgung sowie die schulische und berufliche Bildung. „Durch unser solidarisches Bemühen haben die Menschen ein Haus der Gesundheit erbauen und einrichten können.

Einheimische Ärzte, Zahnärzte und Gesundheitshelfer haben sich gefunden, die vom Slum-Elend Betroffenen unentgeltlich zu versorgen”, berichtet Schmerz. 40 Straßenkinder konnten überdies durch die Spenden der Merksteiner eine Schule besuchen.

Spenden dringend nötig

„Spenden brauchen wir permanent. Da haben wir uns sehr über die Bereitschaft der Naturfreunde gefreut, mit uns gemeinsam zu feiern”, ist Schmerz dankbar.

Das gemeinsame Fest soll eine fröhliche Begegnung für alle Gäste werden und dem Kennenlernen einer anderen Kultur aus einem fernen Land dienen. Es soll aber auch daran erinnern, dass viele Menschen, vor allem Kinder, in Not leben, und dass ihnen geholfen werden kann. Auch dazu gibt es an diesem Tag Gelegenheit. Unter anderem wird philippinische Volkskunst zum Verkauf angeboten.

Seit 100 Jahren

Die Naturfreunde setzen mit diesem Sommerfest ihre Reihe der Veranstaltungen fort, die sich mit fremden Kulturen beziehungsweise der Integration von Migranten beschäftigt. Denn, dass alle Menschen einander achten und sich gemeinsam für eine menschenwürdige Gesellschaft, für Frieden und Völkerverständigung einsetzen, gehört zu den erklärten Zielen der Naturfreunde seit über 100 Jahren. So lange besteht die internationale Organisation schon, heute in über 20 Ländern. 203 Mitglieder gibt es in Merkstein. Mit großem Angebot: Wandern Radfahren, Reisen, Skifahren, Klettern oder Paddeln. „Weil wir andere Menschen und Kulturen kennenlernen, weil wir miteinander singen, musizieren und feiern wollen, uns gleichzeitig für eine menschenwürdige Gesellschaft, für Frieden und Völkerverständigung einsetzen, deshalb freuen wir uns, gemeinsam mit der Projektgruppe zu feiern”, sagt Lothar Bildhauer.
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