Alsdorf - „Meine Sicht der Dinge” gefragt

„Meine Sicht der Dinge” gefragt

Von: -ks-
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Konzerte, Präsentationen und Feiern: Reichlich Platz bietet das umgebaute Fördermaschinenhaus auf dem Gelände des Energeticon in Alsdorf, wie Geschäftsführerin Birgit Godehardt zeigt. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. „Viele Leute kommen auf das Gelände des Energeticon, die noch eine Bezug zum Steinkohlebergbau haben - aus eigener Erfahrung oder dank der Erzählungen ihrer Eltern oder Großeltern”, sagt Birgit Godehardt.

Sie ist Geschäftsführerin des Energeticon, Kompetenzzentrum Energie, auf dem ehemaligen Anna-Gelände im Herzen von Alsdorf. Diese immer noch empfundene Nähe zur eigenen Geschichte und Herkunft führt zum Beispiel dazu, dass das neu hergerichtete Fördermaschinenhaus erstmals für eine Hochzeitsfeier genutzt wird, wie Godehardt begeistert erzählt.

Die Brautleute hätten durch ihre Verwandtschaft eine entsprechende emotionale Affinität zum Bergbau. Außerdem biete das Fördermaschinenhaus nicht nur für Konferenzen, Seminaren und Tagungen, sondern auch für private Feiern ein interessantes Umfeld.

Mit einer weiteren Aktion zum Mitmachen wendet sich das Energeticon an die Bevölkerung. „Meine Sicht der Dinge” lautet der Titel. Interessierten soll eine Plattform geboten werden, ihre persönlichen Erinnerungen und Fotos aus der Bergarbeiterzeit zu präsentieren.

Dies soll am Familientag - Sonntag, 17. Mai - im Fördermaschinenhaus geschehen. Das Energeticon stellt dazu Ausstellungsboxen und -stände zur Verfügung. „Nur Mut! Keiner braucht Angst davor haben! Das muss nicht alles professionell aufbereitet sein”, sagt Godehardt.

Ihr geht es um persönliche Kontakte und darum, dass Aussteller und Besucher über das Gezeigte miteinander ins Gespräch kommen und Geschichte (er-)leben. Natürlich ist sie gespannt auf die Resonanz und welche Erinnerungsschätze auf diese Weise ans Tageslicht befördert werden.

Mehr als 8000 Bergleute

Die Geschäftsführerin erinnert daran, dass in der Blütezeit des Bergbaus in Alsdorf mehr als 8000 Bergleute auf den Steinkohlebergwerken und der Kokerei beschäftigt waren. Viele von ihnen leben noch heute in Alsdorf. Viele Jüngere haben ihre Ausbildung auf Anna I oder Anna II gemacht und erinnern sich noch an die letzte Schicht, ist sie sich sicher.

Wer bei der Aktion „Meine Sicht der Dinge” mitmachen möchte, kann sich unter 02404/ 599110 anmelden.

Abgerundet wird das Ausstellungskonzept am Familientag mit der Fotodokumentation „Der Fall ,Anna - Momentaufnahmen 1995” von Harald Sprenker. Die Fotografien zeigen den Niedergang von Anna, den Abbruch von Anlagen, aber auch die Anfänge des Übergangs - der Zwischenzeit zur neuen Nutzung.
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