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Mehrheit im Hauptausschuss für Bau des Schulzentrums im Annapark

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:
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Etwa vom bislang vorgesehenen Platz der Barbara-Kapelle führt der Blick an der Rückseite der Kraftzentrale entlang zur Baustelle (hi.) von vierzügiger Grundschule und deren Turnhalle. Auf der anderen Seite des Langhauses soll sich das Schulzentrum für Realschule und Gymnasium entwickeln.

Alsdorf. Horst-Dieter Heidenreich, Vorsitzender der Grünen-Ratsfraktion, hatte sich auch am Tag danach noch nicht beruhigt. Der „politische Stil von CDU/SPD und Verwaltung” sei „ungenügend”, reagierte er am Freitag noch einmal darauf, was er am Donnerstagabend im Hauptausschuss an Vorwürfen öffentlich gemacht hatte.

Im Chor mit allen kleinen Fraktion schmähte er die überfallartige Konfrontation mit dem Antrag, dem neuen Schulzentrum am Annapark zuzustimmen.

Bevor sie das machen würden, so die Vertreter von Freien Wählern, Freidemokraten, Republikanern und Grünen, sei eine ausführlich Diskussion anlässlich einer Entscheidung solcher Tragweite für Realschule und Gymnasium zwingend erforderlich.

CDU (Bernd Mortimer) und SPD (Friedhelm Krämer) lenkten ein, dass man Verständnis für die Säuernis bei den Kleinfraktionen über kurze Ladungs- und Informationsfristen zeige.

„Aber die Sache ist einfach zu wichtig”, erklärte CDU-Stadtverbandschef Mortimer, der maßgeblich das Verfahren um die Neubauten in Gang gebracht hatte.

„Das von Minister Wittke erwartete Signal einer breiten Mehrheit für das Projekt wird heute Abend kommen!” Die Schulprobleme in Alsdorf seien viel zu lange debattiert worden, unterstütze SPD-Vize Krämer.

„Jetzt stehen wir vor einem Glücksfall - bitte, ziehen Sie mit!” Dem Appell fügte er hinzu, dass man im Rat am 3. Februar vor dem Plenumsentscheid noch weitere Fakten austauschen könne. Man sei jetzt an dem Punkt, an dem Alsdorf den früheren Titel „Schulstadt” wiedergewinnen könne, lockte auch Bürgermeister Helmut Klein.

Die Haltung des Regierungspräsidenten, aus ökologisch-ökonomischen Gründen die Sanierung von Gymnasium und Realschule am Standort Ofden nicht zu unterstützen, sei eindeutig.

Andererseits wäre mit dem Annapark der richtige Standort gefunden, den alle Beteiligten mittragen würden. Kleins Referent Stephan Spaltner gab sich zuversichtlich, bis zur Frist 31. März alle nötigen Förderformalitäten der Landesregierung vorlegen zu können.

In sieben langen Jahren habe man im Rat eine Sanierungsdebatte nach der anderen geführt, Neubauvarianten besprochen, was jetzt „in einer Nacht- und Nebelaktion von CDU und SPD mit einem handwerklich unterirdischen Antrag” zerschlagen werden, rügte Horst-Dieter Heidenreich.

Und wie sei (auch anderen Kommunen) erklärbar, dass das Städtebauministerium gerade Alsdorf eine „im Vergleich unerwartet hohe Förderung” zubillige?

Aufgebracht ebenso Dietmar Brühl (FWA), dem solches Handeln „gegen das übliche Demokratieverständnis” gerichtet schien, selbst wenn der Bürgermeister für Montag zu einem interfraktionellen Gespräch gebeten habe.

Manche Kritiker seien einfach nicht zu überzeugen, leitete Heinrich Plum (SPD) zur positiven Abstimmung einer deutlichen Mehrheit über. Sanierungswünsche wären jetzt nicht mehr aktuell, „aber wir müssen den Eltern eine Option für die Zukunft ihrer Kinder geben”.
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