Würselen - Mehr Kranke Kinder müssen versorgt werden

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Mehr Kranke Kinder müssen versorgt werden

Von: mas
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Würselen. Insgesamt 350 Asylbewerber beherbergt die Stadt Würselen derzeit. Im Sozial-, Sport- und Kulturausschuss unter der Leitung von Jörg Kurmann befassten sich Politik und Verwaltung mit dem Thema, zu dem die städtische Sachbearbeiterin Jutta Wittke im Gremium vortrug.

Zum 31. Dezember 2017 belief sich die Zahl der in Würselen untergebrachten Asylbewerber auf 242. 109 davon lebten in Privatwohnungen und die restlichen 133 Menschen lebten in städtischen Unterkünften. Dazu kamen 111 Personen, die aufgrund eines gesicherten Aufenthaltsstatus bereits Leistungsansprüche beim Jobcenter haben, aber noch keine Wohnung finden konnten.

Der größte Anteil der Asylbewerber stammt aus Afghanistan (34), 18 Menschen sind aus dem Irak, je 13 kommen aus dem Kongo, Iran und Mazedonien, 15 kommen aus Tadschikistan, weist die Liste die höchsten Anteile aus. Die Unterkünfte Burgstraße und Jülicher Straße wurden inzwischen vollständig geräumt und an die Besitzer zurückgegeben. Das Gebäude Helleter Feldchen ist derzeit nicht belegt. Dort sind Umbaumaßnahmen geplant. Somit verteilen sich 350 Personen auf 19 Unterkünfte. Die 242 Asylbewerber, deren Verfahren noch nicht entschieden wurden, stammen aus insgesamt 37 Staaten.

Jutta Wittke: „Dazu ist anzumerken, dass gerade bei ‚Landsleuten‘ unterschiedlicher und im Herkunftsland verfeindeter Ethnien eine gemeinsame Unterbringung erschweren.“ Um möglichen Problemen in den Unterkünften zu begegnen und vor allem auch erste Schritte der Integration zu unterstützen hat Würselen drei Sozialbetreuer eingestellt. Seit Ende Oktober ist die Zahl von zugewiesenen Personen gestiegen.

71 neue Asylbewerber, darunter 11 Familien mit 14 Kindern wurden Würselen zugeteilt. „Zur Betreuung dieser Menschen sind unsere Sozialbetreuer Gold wert“, bemerkte Jutta Wittke. Bedauerlich sei es aber, dass „vermehrt kranke Personen zugewiesen werden“. Teilweise seien „sehr schwer erkrankte Kinder zu versorgen, zudem treten neben der aufwendigen medizinischen Betreuung oft große Sprachprobleme auf“. Ein weiteres von Jutta Wittke genanntes Problem ist: „Wir haben in der Regel nur eine kurze Vorlaufzeit, bekommen geistig und körperlich behinderte Menschen zugewiesen, deren Versorgung sich als sehr schwierig darstellt.“

Nicht immer einfach

Auch sei das Miteinander in den Unterkünften nicht immer einfach: „Das Klima wird rauer je länger die Leute dort untergebracht sind.“ Jutta Wittke: „Vor allem auch dann, wenn es zu schnelleren Abschiebungen von abgelehnten Bewerbern kommt.“ Dem wird man entgegenarbeiten und „vermehrt Integrationskurse anbieten“. Diese werden auch gut angenommen, berichtete die Sachbearbeiterin. „Bisher haben wir noch keine Zwangsverpflichtungen einleiten müssen.“

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