Mechanisierte DHL-Zustellbasis wächst in Würselen

Von: mabie
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Noch reckt sich ein Stahlbetonskelett in den Himmel am Aachener Kreuz: Ab dem 1. November werden hier bis zu 50000 Paketsendungen pro Stunde mechanisch vorsortiert.

Würselen. „Mir kommen jetzt noch fast die Tränen, wenn ich an den Kaufpreis denke“, sagte Walter Hellmich von der Hellmich-Unternehmensgruppe beim gestrigen Richtfest der neuen mechanisierten Zustellbasis der Deutschen Post DHL. Hellmich baut an der Palmestraße, nur einen Steinwurf von der Autobahn entfernt, auf 17.000 Quadratmetern Fläche die künftig von der DHL genutzte mechanisierte Zustellbasis.

Dort werden künftig zwischen 30.000 und 50.000 Pakete stündlich für die Zusteller sortiert. Bislang werden in den herkömmlichen Zustellbasen die Pakete noch von Hand sortiert. In Würselen wird das künftig automatisch passieren, hier können 60 Zustellbezirke direkt bedient werden. Die Verteilanlage ordnet automatisch die Sendungen dem entsprechenden Zusteller in so genannten Kastenrutschen bis zu 200 Sendungen zu. „Durch die Bearbeitung der Pakete direkt in der Zustellbasis sparen wir Zeit und erreichen eine schnelle Auslieferung an den Kunden“, unterstrich Dieter Schneider, Leiter der Niederlassung Brief Köln West.

Neben dem bestehenden Verteilzentrum an der Aachener Debyestraße, das weiter bestehen und gebraucht wird, soll damit ein weiterer Mosaikstein in der mechanisierten Verteilung geschaffen werden. Hintergrund ist der weiter boomende Paketmarkt, der auch für Arbeitsplätze sorgen soll. So sind an einer 2012 in Braunschweig eröffneten Anlage mehr als 100 Mitarbeiter tätig. Vor Ort wurden in Würselen Investitionen im zweistelligen Millionenbereich fällig, ehe am 1. November hier das erste Paket sortiert werden kann.

Würselens Bürgermeister Arno Nelles freute sich gemeinsam mit Jürgen Wangerin und Ralph Leroy von der Stadtentwicklung Würselen (SEW) über die schnelle Umsetzung und den raschen Baufortschritt. „Wir liegen hier zentral in der Euregio“, fügte Nelles an, „halb Europa fährt hier vorbei, daher liegt der Bau in jeder Hinsicht wunderbar.“ Dieter Schneider ergänzte, dass mit den mechanisierten Zustellbasen der DHL ein Konzept verwirklicht werde, dass neben der schnelleren Auslieferung noch weitere Vorteile habe. So seien die kurz „MechZBn“ genannten Einrichtungen durch ihren modularen Aufbau bei Bedarf auch zu kleinen Paketzentren umfunktionierbar, etwa durch flexibel nutzbare Be- und Entlademöglichkeiten, sowie die bereits eingebaute Sortiertechnik.

Bevor die gesamte Technik in den Rohbau einziehen kann, stehen in den kommenden acht bis zehn Tagen weitere Baumaßnahmen bevor. Dann werden Fertigteile angeliefert und montiert, derzeit laufen noch Dachdeckerarbeiten und die gelbe Beplankung der riesigen Halle wird eingebaut.

So blieb Bürgermeister Nelles nach dem Hochfahren des Richtkranzes per Kran und dem gemeinsamen Schnaps auf den neuen Bau nur noch die passende Antwort auf die eingangs erwähnten Tränen des Investors. „Ich weiß ganz genau: das waren Freudentränen“, meinte er augenzwinkernd mit Blick in Richtung Walter Hellmich.

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