Alsdorf - Martin Schulz zu Gast im Alsdorfer Gymnasium

Martin Schulz zu Gast im Alsdorfer Gymnasium

Von: Christina Vedar
Letzte Aktualisierung:
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Die Probleme gemeinsam anpacken: Martin Schulz tritt als überzeugter Europäer für eine starke Zusammenarbeit der Länder ein. Foto: Sevenich

Alsdorf. Die Aula des städtischen Gymnasiums in Alsdorf war anlässlich des Besuchs von Martin Schulz (SPD) komplett gefüllt. Im Rahmen der Alsdorfer Aktionswoche „Hand in Hand statt fremd und feindlich“ wollte der Präsident des Europaparlaments eigentlich bereits im Dezember zur Podiumsdiskussion mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums sowie der Marien-Realschule kommen.

Doch da kam die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union dazwischen. Zum Thema „Alle Hände für ein gemeinsames Europa“ fanden sich zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Lokalpolitiker ein. Die Aula präsentierte sich kunterbunt mit Arbeiten und einer Bildpräsentation über vergangene Veranstaltungen zur Aktionswoche. Mit einer dem Bundestag ähnlich gestalteten Aula sollte zur Diskussion angeregt werden: Die Stuhlreihen waren in einer U-Form platziert, mittendrin zwei Mikrofone und am Kopf das Rednerpult.

Martin Schulz beeindruckte mit einer Rede, mit der er politisch, bürgernah, packend, aber auch unterhaltsam und spritzig und mit vielen persönlichen Anekdoten beleuchtete, warum es wichtig ist, ein europäisches Bewusstsein zu entwickeln und sich innerhalb Europas zusammenzuschließen.

Detailliert erläuterte er die vier Eckpfeiler der europäischen Zukunft: die Wirtschaft, insbesondere der internationale Handel, das Klima, die Nahrungssituation sowie die Migration. Und Martin Schulz konstatierte, „dass wir nur, wenn wir zusammenarbeiten, wenn wir diese Probleme gemeinsam anpacken, in einem starken gemeinsame Europa, die ganz großen Probleme des 21. Jahrhunderts lösen“ werden.

In der anschließenden engagierten Podiumsdiskussion, in der sowohl interessiert diskutiert als auch kritisch nachgefragt werden durfte, wurden Ansichten befürwortet, aber auch abgelehnt.

So kam beispielsweise von Jamal Akasmou vom städtischen Gymnasium die kritische Nachfrage, wie man dafür sorgen kann, dass Europa, nicht von China so beeinflusst werde, dass Europa mal der chinesischen Marktwirtschaft ähnele?

Und auch hier ist Martin Schulz fest davon überzeugt, „dass wir in einem gemeinsamen Europa für unsere demokratischen Werte kämpfen und einstehen müssen. Dass in Europa sehr viel weniger Menschen leben als in China und ganz Europa ein Bruttosozialprodukt von über 30 Prozent der Weltwirtschaft hat, somit ein vereintes Europa gegenüber den anderen Weltregionen einen starken Stimmanteil besitzt, ist somit zugleich Chance und Herausforderung für ein vereintes Europa.“

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