Herzogenrath - Martin Otten präsentiert seine Werke im Rathaus Herzogenrath

Martin Otten präsentiert seine Werke im Rathaus Herzogenrath

Von: Nina Krüsmann
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Expressiv und unbegrenzt kreativ: Künstler Martin Otten. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Malerei mit sozialkritischer Färbung sind die Spezialität von Martin Otten. Im Herzogenrather Rathausfoyer eröffnete der in Kohlscheid geborene und heute in Alsdorf ansässige Künstler seine neue Ausstellung mit dem Titel „malanders”.

„Das steht einerseits für die Thematik des Dargestellten und andererseits für die angewandten Mal- und Arbeitstechniken”, erklärt Otten, der Wert darauf legt, Bilder nicht als Trendobjekte zu sehen, sondern eine Botschaft in sie hineinzulegen.

Bloße Landschaftsmalerei oder pure Abstraktion sind nicht sein Metier. „Als Künstler nehme ich mir die Freiheit, Themen wie die Polareis-Schmelze, den HI-Virus, Rassismus, Datenschutz, Waldbrände oder die Wirtschaftskrise bildlich auszudrücken.” Dabei entstehen teilweise schaurig-schöne Bilder.

25 aktuelle Arbeiten hat Otten nun für die Werkschau ausgewählt. Pastellkreiden, Acryl- und Öl sowie Offset- und Buchdruckfarben sind auf Leinwand, Karton oder Holz verarbeitet.

„Ein Künstler malt jedes Bild nur einmal”, lautet Ottens Motto. Und so gibt es in jedem seiner Werke eine Menge zu entdecken, was für den Betrachter eine besondere Herausforderung darstellt. „Nicht alles erschließt sich dem Auge auf den ersten Blick”, weiß auch die stellvertretende Bürgermeisterin Marie-Theres Sobczyk, die die Ausstellung offiziell eröffnete.

Von frühester Jugend an widmete sich der heute 58-Jährige der Malerei. Die Kreativität verließ ihn nicht, und so absolvierte er zunächst eine Ausbildung als Plakatmaler und arbeitete später als Produktionsleiter bei einer Aachener Firma zur Bemalung von Heißluftballons.

Seit 2004 ist Otten freischaffender Künstler, mischt Porträtmalerei mit Pop-Art und abstrakte Kunst mit Landschaften. Damit präsentierte er bereits viele erfolgreiche Ausstellungen in der Grenzregion. „Eine Werkschau hier im Rathaus war aber immer mein großer Traum, denn meine Verbundenheit hierher ist nach wie vor groß”, sagte er stolz.

Mit seinen tiefgründigen Bildern, vor allem der Serie „Abstraktion des Feuers”, begeisterte er auf Anhieb. „Man wartet förmlich auf das Knistern”, beschrieben die ersten Besucher ihre Eindrücke beim Betrachten des Bildes „Der Feuerspeier”. „Feuer an sich ist eine böse Sache, aber für einen Künstler sehr inspirierend. Und man kann Feuer auch schön darstellen.”

Ein Hingucker ist auch das Gemälde „Big Brother is watching you”, das die Problematik der Kameraüberwachung verdeutlicht. Ottens Werke sind immer inspirierend, viele muten gar spirituell an. Zu sehen sind etwa ein Gemälde mit dem Titel „Energetische Kraft” und eines, das die Begegnung mit einem höheren Wesen - dem Vernehmen nach Gott - darstellt. „Die Ideen gehen mir nie aus, ich könnte immer weitermalen”, sagt Otten mit einem Schmunzeln.

Weitere Informationen:

Noch bis zum 6. Februar können Interessierte die Ausstellung „malanders” besuchen. Die Öffnungszeiten: montags bis mittwochs von 7.30 bis 16 Uhr, donnerstags von 7 bis 18 Uhr, freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr im Rathaus der Stadt Herzogenrath. Der Eintritt ist frei.
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