Mariadorfer Dreieck: Umwege lassen sich nicht vermeiden

Von: Holger Bubel
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Für die Durchfahrt Richtung Autobahnzubringer gesperrt: Ab dem Mariadorfer Dreieck ist die verkehrliche Erschließung für die kommenden Nahversorger im vollen Gang. Bald ist hier die Durchfahrt im Einbahnstraßenverkehr wieder frei. Die andere Richtung wird gesperrt. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Dass sich am Mariadorfer Dreieck seit Mai mächtig was tut, das haben besonders die Autofahrer gemerkt, die es gewohnt sind, über die Eschweiler Straße zur A 44 oder A 4 zu fahren. Denn das geht seitdem nicht mehr, eine Umleitung führt den rollenden Straßenverkehr von der Jülicher Straße über die L 240 zur Wunschautobahn.

Für manchen ist das lästig, aber nicht zu ändern. Denn Kreisverkehr und Straßen am Mariadorfer Bushof werden ertüchtigt, beziehungsweise umgestaltet und ausgebaut.

„Wir hatten zuerst eine Ampellösung für die Eschweiler Straße in Erwägung gezogen, allerdings wäre dann der Rückstau in den Kreuzungsbereich Dreieck zu groß gewesen“, erklärt der Erste Beigeordnete der Stadt Alsdorf, Ralf Kahlen.

Dreieck wird aufgewertet

Zu den derzeitigen Maßnahmen gehört neben dem Ausbau des Kreisverkehrs, der in seiner Form schmaler und länger und dadurch entschärft wird, auch die Einrichtung einer zusätzlichen Fahrspur für den Rechtsabbiegerverkehr von Richtung Bushof auf die Aachener Straße. „Dadurch wird auch die Situation am Dreieck aufgewertet“, sagt Michael Göttgens, Fachbereichsleiter Hoch-, Tiefbau und Verkehrsplanung.

Übrigens: Finanziert werden die Maßnahmen vom Investor in das Nahversorgungszentrum in nord-östlicher Anlehnung ans Dreieck. Dort werden ein Vollsortimenter, ein Discounter und eine Drogerie angesiedelt. Die Eröffnung der Filialen ist gekoppelt an die Fertigstellung der Baumaßnahmen, heißt es aus der Verwaltung.

Die Stadt Alsdorf fungiert als zwischengeschaltete Instanz zu Investor und der Städteregion sowie Landesbetrieb Straßenbau NRW, weil die Um- beziehungsweise Erweiterungsbauten in deren Verfügungsbereich liegen

Die baulichen Maßnahmen starten jetzt – jedenfalls für die Straßenverkehrsteilnehmer – in eine weitere Phase, die wiederum eine veränderte Verkehrsführung notwendig macht. War bislang die Durchfahrt Eschweiler Straße wegen der Einbahnstraßenregelung Richtung Begau/Warden gesperrt, wird diese Regelung nun „umgeswitcht“, wie Michael Göttgens erklärt: „Ab der Kreuzung, die zwischen den beiden Ortsteilen liegt, gilt dann die Durchfahrtsverbotsregel.“

Heißt: Auch wenn dies durch Schilder an der L 240, also noch vor der Deponie angekündigt wird, kann es passieren, dass Pkw- und Lastverkehr letztendlich die Weiterfahrt über Warden oder Begau fortführen werden. Etwa sechs Wochen soll diese Verkehrsregel gelten. „Schleichverkehr durch diese beiden Ortschaften ist natürlich nicht auszuschließen, aber das Ordnungsamt prüft derzeit, welche Maßnahmen zu ergreifen sind“, sagt Ralf Kahlen.

Bislang habe sich aus der Einwohnerschaft von Warden und Begau noch kein Protest ergeben, freut sich Kahlen, der den Wardenern und Begauern, die durch ein vermehrtes Verkehrsaufkommen zumindest gestört werden, für ihr Verständnis dankt. Ende August soll alles wieder „seinen geregelten Lauf“ nehmen.

Das Ende der Sommerferien bedeutet gleichzeitig den Beginn einer weiteren baulichen Großaktion am Dreieck. Dort wird unter anderem im Kreuzungsbereich die Aachener Straße um eine Rechtsabbiegerspur in Richtung Alsdorf erweitert. Auch eine komplett neue Ampelanlage und -einstellung wird es geben, die vorhandenen Mittelinseln werden verschoben. Ende diesen Herbstes sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein.

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